R.I.P.

März 29, 2010

Nach langem Dahinsiechen habe ich Deinem Leid endlich ein Ende gesetzt.

unterbelichtet

* 5. Februar 2009

+ 30.März 2010

Ich mochte Deinen Bruder eh viel lieber als Dich.

Trotzdem in Liebe

Der Autor

Unterberbelichtet ist ab jetzt tot. Hier wird in Zukunft weiter geschrieben.

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Da fragen sie mich was!

Januar 17, 2010

Oh Gott, ich müsste so dringend lernen, aber ich will Euch das Folgende nicht vorenthalten. Mein Bruderherz hat mir gerade einen Radiobeitrag des Infosenders Bayern 5 vorgespielt, der seit einiger eit im Netz kursiert. Ich habe mich weggeschmissen vor Lachen! Einfach auf den kleinen Play-Button unterhalb des Bildes klicken und los gehts.

Hier ist das Ding

Es klingt halt verdächtig nach einem Fake. Und siehe da, die Seite wuv.de sagt, dass der Beitrag aus einer Moderatorenschulung des Bayerischen Rundfunks stammt und im Rahmen einer Havarieübung aufgenommen wurde. Aber sau lustig ist es trotzdem:)


Schlümpfe im Weltall

Dezember 24, 2009

Wahrscheinlich gab es schon ganz schön lange keinen Kinofilm mehr, der so dermaßen gehyped wurde, wie Avatar -Aufbruch nach Pandora. Müsste ich um Geld wetten, würde ich sogar sagen, dass es in der Jahrtausende alten Geschichte des Kinos sogar noch nie einen Film gab, der im Vorfeld so für feuchte Hände und Höschen gesorgt hat, wie das neueste Werk von James Cameron. 237 Millionen US-Dollar hat der Kanadier alleine an Produktionskosten verbrannt, dazu kommen nochmal unglaubliche 150 Millionen, um hier und da etwas Werbung für den Film zu schalten. Lustig, dass der Si-Fi-Knaller damit aber noch lange nicht der teuerste Hollywoodblockbuster aller Zeiten ist, sondern nur den vierten Platz einnimmt, wenn man Wikipedia glauben darf. Bronze geht laut der Online Enzyklopädie an Spiderman 3 (258 Millionen USD), Silber holt sich Harry Potter und der Halbblutprinz (250 Millionen) und Platz eins geht an den Fluch der Karibik der unfassbare 300 Millionen USD verschlungen hat. (Wofür nochmal???)

Ich als alter Cineast (welch hässliches Wort) konnte mir den Film also auch nicht entgehen lassen und habe mich am vergangenen Sonntag, als der Ansturm noch so richtig groß war,  in ein 3-D Kino meines Vertrauens gequetscht. 14 !!! Euro musste ich allein für die Karte und die Brille berappen. Anfangs dachte ich noch, da sei eine Popcorn und Cola Flatrate inklusive, doch ich habe mich leider zu früh gefreut. Die nette Dame an der Kasse hat mich auf Nachfrage erst ungläubig angesehen und mich dann ausgelacht. Dafür durfte ich so viel aufs Klo wie ich wollte. Immerhin etwas… Also hat mich der Abend insgesamt 25 Euro gekostet. Dafür war ich samt Pause, Werbung und verspätetem Beginn knapp vier Stunden beschäftigt. Und wo sonst gibt es große Unterhaltung für etwas mehr als acht Euro pro Stunde?

Die ausführliche Rezension erspare ich Euch an dieser Stelle. Die findet Ihr an anderer Stelle zu genüge. Ein besonders gelungenes Beispiel für eine sehr informative und kurzweilige Kritik findet Ihr beispielsweise hier unter „Batzman meint“ weiter unten. Batzman von den Filmfreunden geht mit dem Film ziemlich hart ins Gericht und drischt verbal vielleicht etwas mehr auf den armen Avatar ein, als der es verdient hat, aber der Text ist herrlich zynisch geschrieben und trifft stellenweise so was von ins Schwarze.

Mich persönlich hat Avatar begeistert! Ja, die Story ist abgenudelt und ich habe von „Der mit dem Wolf tanzt“ über „Pocahontas“ bis hin zu den „Schlümpfe“ und sogar „Shrek“ schon alle angestellten Vergleiche in diversen Kinomagazinen gelesen. Aber sind wir doch mal ehrlich: Es gibt eh nur einen begrenzten Ideenpool in Hollywood, aus dem sich jeder Film mal mehr mal weniger bedient. Das ganze wird dann wie bei einem Baukasten möglichst fantasievoll zusammengesetzt, et voilà, fertig ist das Ding. Ob das Endprodukt dann gut ist, hängt dann davon ab, ob die Mitwirkenden (Regisseur, Schauspieler, Autoren, Techniker,…) ihr Handwerk verstehen und die einzelnen Elemente möglichst spannend, mitreißend und originell präsentieren.

Auch James Cameron erfindet das Rad nicht neu, aber warum sollte es auch neu erfunden werden? Regisseur und Schauspieler machen ihre Sache sehr solide, was den Film dann aber so besonders macht, sind zwei Dinge. Erstens: Die Optik (ich kanns nur für die 3-D Fassung sagen). Zweitens – ist untrennbar mit erstens verbunden – die Atmosphäre. Der Slogan  „Mitten drin statt nur dabei“ hat noch nie so gut gepasst wie hier bei Avatar. Sobald die Brille auf der Nase sitzt, hat Dich die Welt auf der Leinwand in ihren Fängen. Ja, Indianer gabs schon, ja, Held-rettet-unterdrücktes-Volk gabs schon, auf außerirdisch gabs das auch schon, den Prototypen des hirnlosen Soldaten haben wir auch alle schon gesehen, aber alles zusammen in der neugeschaffenen Welt Pandoras auf 3-D gabs eben noch nicht. Wenn ich nicht mit überzogenen Erwartungen ins Kino gehe, dann habe ich für rund drei Stunden großen Spaß mit Avatar. Ich staune mit wirklich offenem Mund über Flora und Fauna, fiebere mit den armen Na’vi mit, ärgere mich über das Arsch**** Col. Quaritch und freue mich am Ende natürlich wie ein kleines Kind über die finale Schlacht mit Drachen und  Kampfrobotern(auch wenn die natürlich viel zu kurz geraten ist). Ich muss mir halt vorher klar darüber sein, ob ich einen anspruchsvollen Film (bei dem nichts explodiert), oder Popcorn Kino (bei dem was explodiert) sehen will. Beides hat seine Berechtigung, kann aber einfach nicht miteinander verglichen werden.


Die Slideshow von der Stange

Dezember 23, 2009

Die Hälfte meiner Kommilitonen (Mit-Studenten) hat  vor ein paar Wochen bei uns an der Fachhochschule einen Kurs über Audio Slideshows belegt. Dabei werden Fotos in einem Film aneinandergereiht und mit Musik und O-Tönen unterlegt. Weil mich das Seminar auch interessiert hat – ich zu dem Zeitpunkt aber leider verhindert war – habe ich mich jetzt mal im Internet etwas schlau gemacht.

Und siehe da: Eine solche Audio Slideshow hat vor kurzem den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie „Beste Web-Reportage“ gewonnen. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob in dieser Kategorie nur Slideshows zugelassen sind. Dann wäre es natürlich nicht sonderlich überraschend, dass eine solche Slideshow die begehrte Trophäe auch ergattert hat. Wie dem auch sei: Der freie Journalist Matthias Eberl hat damit 5000 Euro abgeräumt. Hier ist mal der Link zu dem guten Stück auf Eberls eigener Seite.

Spaßig ist die Tatsache, dass sich die eben verlinkte Version von der „offiziellen“ Version auf sueddeutsche.de in zwei Passagen unterscheidet. Die Geschichte mit der Stange und den Lutschern sucht man auf der Homepage der Münchener Zeitung vergebens. Warum nur?

Der Vollständigkeit halber findet Ihr hier auch nochmal den Link zu dem Blog von Stefan Niggemeier. Er hat sich schon mit dem Thema beschäftigt.

Gute Nacht!


Frohe Weihnachten!!!

Dezember 20, 2009

In vier Tagen ist Weihnachten. Zugegeben, ich melde mich da nicht mit der überraschendsten Erkenntnis aus dem Halbjahresurlaub zurück, doch mir persönlich war es bisher nicht so richtig bewusst, dass das Fest der Liebe schon wieder so dicht vor der Tür steht. Sicher, ich hätte misstrauisch werden sollen, als plötzlich eine Tanne bei uns im Wohnzimmer stand und vor sich hinnadelte. Auch als vor zwei Wochen nachts ein dicker Mann mit weißem Bart und rotem Mantel bei uns durch Flur torkelte und in meine Stiefel pinkelte, hätte es bei mir klingeln müssen. Playboy Weihnachtskalender, eine Innenstadt, die aus allen Nähten platzt, Rentierherden soweit das Auge reicht, Glühwein, Currywurst mit Zimt, und so weiter und so weiter – es war einfach zu offensichtlich. Aber Studium und Arbeit hatten mich die vergangenen Wochen so eingespannt, dass ich den Wink mit dem weihnachtlich geschmückten Zaunpfahl einfach übersehen hatte.

Heute morgen kam dann das große Erwachen. Und das nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes. Um 13 Uhr, kurz nach dem Frühstück, stand plötzlich mein Vater mit der großen Weihnachtsbaumschmuckkiste vor mir und grinste mich erwartungsvoll an. „Ne“, dachte ich mir, „ich schmücke doch keinen Weihnachtsbaum. Ich bin doch keine zehn mehr.“ Zwei Minuten später stand ich auf einem Stuhl vor dem drei Meter hohen „Bäumchen“ und überlegte, wo ich denn den kleinen Holz-Schneeman am besten an die Äste hängen könnte, dass er ja nicht runter fällt. Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, segelten vor dem Fenster die ersten kleinen Schneeflocken vorbei. Erst waren es nur ein paar wenige, dann wurden es immer mehr. Und als draußen das tollste Schneetreibe herrschte, folgte die Krönung: Im Radio lief „I’m dreaming of a white christmas“.

Damit hatte mich der Weihnachts-Kitsch endgültig in seinen Klauen! Die Tränen schossen mir in die Augen. Ich fiel meiner verduzten Familie in die Arme und versicherte ihnen mehrmals mit verheulter Stimme, wie lieb ich sie doch habe. Dann habe ich mir eine Single von Whams „Last Christmas“ gebrannt und sie zwei Stunden lang im Dauer-Repeat-Modus laufen lassen und kräftig mitgejault.

Lange Rede, kurzer Sinn: Dieser Anfall von weihnachtlicher Sentimentalität trägt rückblickend auch die Schuld daran, dass ich nach 148 Tagen trostloser Leere auf „unterbelichtet“, wieder mal was schreibe. Der/die/das Blog sah so traurig aus. Das nur knapp zur Erklärung:) Nicht, dass sich jemand wundert, aber ich mache das jetzt wieder öfters…


8 Mile

Juli 28, 2009

Ich weiß, die Idee ist total bescheuert, also verkneift Euch blöde Kommentare, aber es hat mich gerade gepackt und lässt mich zumindest in diesem Moment nicht mehr los. Ich habe vor einer Stunde eine Internetseite gefunden, die kostenlose Beats zur Verfügung stellt und versucht, auf einige der Stücke zu texten. Es sind nur ein paar Wörter beziehungsweise Sätze geworden, ganz schlechte Reime und bei Weitem noch nichts, was nur ansatzweise das Licht der Öffentlichkeit erblicken darf, aber ich freu mich just in diesem Moment wie ein kleines Kind. Ich liebe Hip Hop und wollte das schon immer mal ausprobieren. Und um im Slang zu bleiben: Alter ist das schwer! Vor Allem weil ich absolut null Ahnung habe, wie man an so etwas ran geht. Hört man sich den Beat an und schreibt gleichzeitig oder reimt man was zusammen und schneidert dann die Melodie dazu? Also falls sich jemand näher damit auskennt: Ich brauche Hilfe, Tipps und Anregung! Grins.


Fremdschämen

Juli 28, 2009

Oh mein Gott, was ist denn mit unserem Fernsehprogramm los? Mit jedem Jahr scheint es auf der Qualitätstreppe weiter nach unten zu gehen. Aber wer dachte, der Keller sei mit Big Brother und dem Dschungelcamp bereits erreicht, den belehrt Pro 7 jetzt eines Besseren. Seit wenigen Wochen läuft Samstag abends zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr das „Sommermädchen 2009“ auf dem Münchener Privatsender. Für diejenigen, denen der Name nichts sagt: Auf der offiziellen Website wird das Konzept hinter dem viel sagenden Titel in wenigen Worten erklärt:

ProSieben sucht die beste Frau Deutschlands.
Wer ist so schön wie schlau? Wer ist so sportlich wie elegant? Wer ist so lustig wie mutig?

Aha, und was zeichnet denn die „beste Frau Deutschlands“ aus?

Sonne, Strand und jede Menge Wettkämpfe: In Spanien stellen sich die Mädchen den unterschiedlichsten Herausforderungen und werden dabei auf Herz und Nieren geprüft: Wer bläst eine Luftmatratze am schnellsten auf? Wer ist die Heißeste am Grill? Wer macht die beste Figur auf der Wasserrutsche? Und wer singt die schrägsten Partylieder – ohne schräg zu singen? Wer die Aufgaben am schlechtesten löst, muss das Sommermädchen-Camp verlassen. Nur die Mutigste, Lustigste, Schönste – nur die Beste wird das „Sommermädchen 2009“!

Man könnte das Konzept auch noch knapper beschreiben: Eine handvoll dummer Blunzen macht sich halb nackt vollkommen grundlos zum Affen.
Wie gerne wäre ich dabei gewesen, als diese Idee das erste Mal dem Programmdirektor vorgestellt wurde. Ob er anfing lauthals zu lachen? Vielleicht hat er aber auch nur geweint und mit beiden Fäusten auf den Schreibtisch getrommelt, weil er wusste, dass er die Volksverdummung nicht aufhalten kann. Ich weiß es leider nicht und werde es auch nie erfahren.
Zum Glück scheint die Show alles andere als gut zu laufen. Die erste Folge hatte laut Spiegel Online nur 4,4 Prozent Einschaltquote. Die folgenden Episoden waren nur unwesentlich erfolgreicher. Es wäre aber jetzt ein Trugschluss zu behaupten, die Fernsehzuschauer hätten Vernunft angenommen und sich für ein anspruchsvolleres Programm entschieden. Die Leute, die sich noch nicht an halbnackten Weibern und peinlichen Spielen satt gesehen haben, sind samstags um 20:15 Uhr auf den Ballermannpartys der Republik und lassen sich zu Musik von Mickie Krause Sangria in die Birne fließen. Tja, Pech gehabt Pro 7.

Und hier noch ein paar „beeindruckende“ Ausschnitte aus dem „Sommermädchen 2009. Fremdschämen kann so herrlich sein.

Alphabetin

Der Bodycheck


Die Geister, die ich rief

Juli 18, 2009

Goethe hat’s immer gewusst nur der arme Josch hat’s nicht gesehen. Der ein oder andere von Euch wird den „Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang kennen und damit sicherlich auch das berühmte Zitat „Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los.“ Allen, die damit rein gar nichts anfangen können, sei dieser Link ans Herz gelegt um die Wissenslücke zu stopfen.

Ihr werdet euch nun fragen, worin denn nun die Verbindung zwischen einem der größten deutschen Dichter und meiner Wenigkeit besteht. Die Antwort lautet: In meiner Pornotelenovela. Bevor das Geschrei jetzt losgeht und mir Blasphemie vorgeworfen wird, bitte ich Euch, den Absatz zumindest fertig zu lesen. Also: Vor knapp drei Monaten habe ich auf meinem Belletristik-Blog „Ueberbelichtet“ eine zusammenhängende Reihe von Geschichten über die Pornoindustrie ins Leben gerufen. Naiv wie ich nun mal bin, habe ich mich anfangs nur über die steigenden Klickzahlen gefreut. Aber schon nach wenigen Tagen wurde mir die Sache suspekt und mir fiel auf, dass viele Leute über sehr merkwürdige Googlesuchanfragen auf meinen Blog aufmerksam wurden. In einem Artikel habe ich mich damals noch darüber lustig gemacht, aber nun habe ich schon seit vielen Wochen keine neue Episode der Pornotelenovela mehr veröffentlicht und trotzdem sind die Suchanfragen skurriler denn je. Da sind „Schlüpfersex-Bilder“, „Schlüpfer Geschichten“ und „Porn Casting“ noch die harmlosesten Beispiele. Richtig Angst gemacht hat mir folgende Anfrage: „ich ein junge im alter von 16 – 17 jahren wurde nackt ausgezogen von den mächen ich musste nackt sein und bleiben bei den mädchen sogar meinen penis durfte ich nicht zudecken“.
Tja, die Geister, die ich rief eben. Bei Goethe waren es nur wandelnde Zauberbesen, die alles blitze blank geputzt haben. Ich hingegen muss mich mit verirrten Notgeilen rumschlagen. Was da wohl besser ist?


Die Hoffnung stirbt zuletzt

Juli 18, 2009

Ich bin ein furchtbarer Bloggerist. Da lasse ich wochenlang rein gar nichts von mir hören und jetzt haue ich schon den zweiten Text innerhalb weniger Stunden heraus. Ich kenne mich da ja nicht aus, aber ich bin mir sicher, dass ich damit gleich gegen einen ganzen Batzen offizieller Blog-Regeln verstoße. Hoffentlich verrät mich keiner.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass ich gerne Schreibe. Die Qualität meiner Texte mag noch zu wünschen übrig lassen, aber zumindest habe ich riesigen Spaß daran und ich schiele schon neidisch auf jene Leute, die ihr Geld zum großen Teil, beziehungsweise komplett damit verdienen, ihre Phantasie auf Papier zu bannen. Dabei denke ich jetzt weniger an Journalisten oder PR-Menschen sondern mehr an den seltenen Schriftsteller. Und weil ich von Natur aus Optimist bin und mir noch das Sprichwort meiner Mutter „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“ im Ohr nachhallt, habe ich die Hoffnung auf eine literarische Karriere noch lange nicht aufgegeben. Welch kindischer, naiver Wunsch, aber so bin ich nunmal;)

Und das Schlimme ist, ich habe neuen Mut gefasst. Schuld daran ist dieser Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom 16. Juli. Für die faulen Leser unter euch, die jetzt nicht den Nerv haben, den ganzen Text selbst zu lesen, hier die Quintessenz: Der erste Harry Potter Band wurde damals von mindestens acht Verlagen abgelehnt und als nicht gut genug befunden. Den Siegeszug des nervigen Zauberlehrlings, der daraufhin folgte, kennen wir ja alle. Die sieben Bände wurden in 67 Sprachen übersetzt, mehr als 400 Millionen Mal verkauft und deren Verfasserin, die ehemalige alleinerziehende Sozialhilfeempfängerin Joanne Rowling, ist jetzt die reichste Frau Englands.

Und das scheint kein Einzelfall zu sein. „Moby Dick“ wurde von den ersten Lektoren abgelehnt, „Das Parfum“ war den Verlagen zunächst nicht gut genug und auch „Der Name der Rose“ stieß nicht sofort auf das erhoffte Interesse. Alles Titel, die später zu Welterfolgen wurden. Besonders respektabel ist das Beispiel einer deutschen Schriftstellerin, deren Name mir so rein gar nichts sagen will. Zitat FR: „Petra Hammesfahr [handelte sich] nach eigenen Angaben exakt 159 Absagen ein, ehe ihr mit dem Roman „Die Sünderin“ der Durchbruch gelang.“

159 ist eine sehr große Zahl. Wenn ich mir so viele Klatschen abgeholt hätte, würde ich mir schon die Frage stellen, ob ein anderer Beruf nicht eventuell besser für mich geeignet wäre. Aber da es ja anscheinend bei der 160. Bewerbung geklappt hat, wird diese Zahl ab jetzt mein Richtwert sein. Ich werde mich ab morgen äußerst gut gelaunt daran setzen ein Buch zu schreiben. 160 Absagen muss mir erstmal einer schicken. Bis dahin freue ich mich tierisch darauf, ein verdammt erfolgreicher Schriftsteller zu werden.


Endlich Ferien!

Juli 17, 2009

Ich schäme mich von Natur aus eher selten. Doch wenn ich meinen Freunden und Bekannten derzeit erzählen muss, wie lange meine Semesterferien dauern, dann komme ich schon an den Punkt an dem meine Wangen erröten, meine Blicke an die Decke ausweichen und ich anfange zu Nuscheln. Bis sage und schreibe Anfang Oktober habe ich nun komplett frei. Das sind elf einhalb Wochen, 81 Tage oder auch 1944 Stunden bis ich wieder etwas tun muss. Fast fühle ich mich an die Zeit vor meinem Studium erinnert, als ich noch „hauptberuflich“ Sport gemacht habe und meinen Tag ähnlich frei gestalten konnte. Bis in die Puppen schlafen, Fernseher schauen und dann gegen 18 Uhr aufstehen und anziehen. Aber was früher durchaus seinen Reiz hatte, ist heute beim besten Willen keine ernsthafte Option mehr. Der klitzekleine Anspruch, was erleben zu wollen, ist nun schon da und das schlechte Gewissen nach einem komplett vergeudeten Tag kann äußerst quälend sein.
Aber was fange ich dann mit der vielen Freizeit an?

1.Schreiben: Leider brauche ich viel zu lange, um meine Gedanken auf Papier zu bannen. Zeit, die ich während des Semesters nur ganz selten aufbringe. Doch jetzt, wo keine Klausuren mehr anstehen, kann ich mich ganz entspannt an meinen Laptop setzten und meine Ideen niederschreiben.
2.Arbeiten: An den Punkt muss ich ein ganz großes Fragezeichen stellen. Ich hätte absolut kein Problem damit, die Zeit bis Oktober nur mit schönen Dingen rum zu kriegen, aber auf der anderen Seite kann man Geld immer gebrauchen und gelegentlich für eine Zeitung zu schreiben, wäre eine gute Übung. Außerdem macht Arbeit ja schon irgendwie glücklich. Hier wird also die Vernunft siegen.
3.Notwendiges: Um ein paar unangenehme Dinge werde ich auch in meinen Ferien nicht herumkommen. Studienzeugs sortieren, aufräumen, usw. Blöd, aber auch schnell erledigt.
4.Sport: Mache ich eh schon viel und derzeit auch recht erfolgreich. Hier könnt ihr euch auf dem Laufenden halten, was meine Beachvolleyballkarriere angeht. Leider fährt mein Teamkollege jetzt für zwei Wochenenden in den Urlaub und unser nächstes gemeinsames Turnier ist erst Mitte August in Bonn. Übrigens eine sehr schöne Stadt und auch gar nicht so weit weg von Frankfurt. [Wink mit dem Zaunpfahl]
5.Lesen: Wer gut schreiben will, kommt einfach nicht darum herum, viel zu lesen. Zumindest hört man das ständig. Und da ich darüber nachdenke, eine Art Fantasy-Geschichte zu schreiben, hole ich mir die Anregung in folgenden Büchern: Bartimäus, Die Zwerge
6.Kino: Wenn abends die Sonne untergegangen ist, kann man auch mit gutem Gewissen ins Kino gehen. Im Gegensatz zu meinem Schlafzimmer ist es dort wenigstens angenehm kühl und es gibt Popcorn und Cola. In den vergangenen Wochen habe ich jede Menge Filme gesehen, vielleicht folgt in den nächsten Tagen eine Sammelrezension.
7.Mehr davon: Grillen, Feiern, Freunde treffen, am See liegen, am frühen Abend mit einem Caipi oder einem Weizen in der Sonne sitzen…

Ich denke damit bringe ich 81 Tage schon irgendwie rum. Und wenn ich so drüber nachdenke, warum sollte ich mich denn schämen, dass ich bis OKTOBER frei habe? MUHAHAHA