Archive for the 'Kino' Category

Schlümpfe im Weltall

Dezember 24, 2009

Wahrscheinlich gab es schon ganz schön lange keinen Kinofilm mehr, der so dermaßen gehyped wurde, wie Avatar -Aufbruch nach Pandora. Müsste ich um Geld wetten, würde ich sogar sagen, dass es in der Jahrtausende alten Geschichte des Kinos sogar noch nie einen Film gab, der im Vorfeld so für feuchte Hände und Höschen gesorgt hat, wie das neueste Werk von James Cameron. 237 Millionen US-Dollar hat der Kanadier alleine an Produktionskosten verbrannt, dazu kommen nochmal unglaubliche 150 Millionen, um hier und da etwas Werbung für den Film zu schalten. Lustig, dass der Si-Fi-Knaller damit aber noch lange nicht der teuerste Hollywoodblockbuster aller Zeiten ist, sondern nur den vierten Platz einnimmt, wenn man Wikipedia glauben darf. Bronze geht laut der Online Enzyklopädie an Spiderman 3 (258 Millionen USD), Silber holt sich Harry Potter und der Halbblutprinz (250 Millionen) und Platz eins geht an den Fluch der Karibik der unfassbare 300 Millionen USD verschlungen hat. (Wofür nochmal???)

Ich als alter Cineast (welch hässliches Wort) konnte mir den Film also auch nicht entgehen lassen und habe mich am vergangenen Sonntag, als der Ansturm noch so richtig groß war,  in ein 3-D Kino meines Vertrauens gequetscht. 14 !!! Euro musste ich allein für die Karte und die Brille berappen. Anfangs dachte ich noch, da sei eine Popcorn und Cola Flatrate inklusive, doch ich habe mich leider zu früh gefreut. Die nette Dame an der Kasse hat mich auf Nachfrage erst ungläubig angesehen und mich dann ausgelacht. Dafür durfte ich so viel aufs Klo wie ich wollte. Immerhin etwas… Also hat mich der Abend insgesamt 25 Euro gekostet. Dafür war ich samt Pause, Werbung und verspätetem Beginn knapp vier Stunden beschäftigt. Und wo sonst gibt es große Unterhaltung für etwas mehr als acht Euro pro Stunde?

Die ausführliche Rezension erspare ich Euch an dieser Stelle. Die findet Ihr an anderer Stelle zu genüge. Ein besonders gelungenes Beispiel für eine sehr informative und kurzweilige Kritik findet Ihr beispielsweise hier unter „Batzman meint“ weiter unten. Batzman von den Filmfreunden geht mit dem Film ziemlich hart ins Gericht und drischt verbal vielleicht etwas mehr auf den armen Avatar ein, als der es verdient hat, aber der Text ist herrlich zynisch geschrieben und trifft stellenweise so was von ins Schwarze.

Mich persönlich hat Avatar begeistert! Ja, die Story ist abgenudelt und ich habe von „Der mit dem Wolf tanzt“ über „Pocahontas“ bis hin zu den „Schlümpfe“ und sogar „Shrek“ schon alle angestellten Vergleiche in diversen Kinomagazinen gelesen. Aber sind wir doch mal ehrlich: Es gibt eh nur einen begrenzten Ideenpool in Hollywood, aus dem sich jeder Film mal mehr mal weniger bedient. Das ganze wird dann wie bei einem Baukasten möglichst fantasievoll zusammengesetzt, et voilà, fertig ist das Ding. Ob das Endprodukt dann gut ist, hängt dann davon ab, ob die Mitwirkenden (Regisseur, Schauspieler, Autoren, Techniker,…) ihr Handwerk verstehen und die einzelnen Elemente möglichst spannend, mitreißend und originell präsentieren.

Auch James Cameron erfindet das Rad nicht neu, aber warum sollte es auch neu erfunden werden? Regisseur und Schauspieler machen ihre Sache sehr solide, was den Film dann aber so besonders macht, sind zwei Dinge. Erstens: Die Optik (ich kanns nur für die 3-D Fassung sagen). Zweitens – ist untrennbar mit erstens verbunden – die Atmosphäre. Der Slogan  „Mitten drin statt nur dabei“ hat noch nie so gut gepasst wie hier bei Avatar. Sobald die Brille auf der Nase sitzt, hat Dich die Welt auf der Leinwand in ihren Fängen. Ja, Indianer gabs schon, ja, Held-rettet-unterdrücktes-Volk gabs schon, auf außerirdisch gabs das auch schon, den Prototypen des hirnlosen Soldaten haben wir auch alle schon gesehen, aber alles zusammen in der neugeschaffenen Welt Pandoras auf 3-D gabs eben noch nicht. Wenn ich nicht mit überzogenen Erwartungen ins Kino gehe, dann habe ich für rund drei Stunden großen Spaß mit Avatar. Ich staune mit wirklich offenem Mund über Flora und Fauna, fiebere mit den armen Na’vi mit, ärgere mich über das Arsch**** Col. Quaritch und freue mich am Ende natürlich wie ein kleines Kind über die finale Schlacht mit Drachen und  Kampfrobotern(auch wenn die natürlich viel zu kurz geraten ist). Ich muss mir halt vorher klar darüber sein, ob ich einen anspruchsvollen Film (bei dem nichts explodiert), oder Popcorn Kino (bei dem was explodiert) sehen will. Beides hat seine Berechtigung, kann aber einfach nicht miteinander verglichen werden.

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Ja ja, der neue Star Trek Film

Mai 10, 2009

Erwähnte ich bereits, dass ich für mein Leben gerne ins Kino gehe? Gestern habe ich es schon wieder getan. Bewaffnet mit Mundschutz und Desinfektionsspray (gegen die alles vernichtende Schweinegrippe) war ich in der Mitternachtsvorstellung von Star Trek und ich muss ganz klar sagen: Ja, äh, so mittel.

Der Mensch lernt ja immer dazu, so auch ich manchmal, und deshalb habe ich es mir in den letzten Jahren abgewöhnt, mit Erwartungen – welcher Art auch immer – ins Kino zu gehen. Vielen Filmen, die im Vorfeld maßlos gehyped wurden (Indiana Jones 4, Star Wars Episode 1-3, usw), ging dann auf der Leinwand die Luft aus und die Enttäuschung war groß.
Eine Gefahr, die auch für den Star Trek Reboot bestand, und alles andere als klein war. Die Erwartungen, die die Marketingkampagne in den vergangenen Monaten geschürt hatte, waren enorm, die mögliche Fallhöhe lag ungefähr bei 973 345 223 Kilometern. Wenn nicht noch höher. Und weil ich eben doch nicht immer vernünftig bin, konnte auch ich mir die Vorfreude auf Kirk, Spock und Konsorten nicht verkneifen. Wenn sogar die Süddeutsche Zeitung begeistert ist, kann der Film ja eigentlich gar kein Flop werden. Oder doch?

Die kurze Zusammenfassung der Geschichte gibt es hier. Dem Autoren von Film Freunde hat der Streifen nicht unbedingt gefallen. Die Review hätte einen Hauch weniger Zynismus vertragen können, aber teilweise muss ich ihm einfach zustimmen. Die Story ist grauenhaft. Manchmal scheint es, als ob der Drehbuchautor einen Workshop für Kreatives Schreiben an der Volkshochschule besucht hat, und einfach mal eine Stunde lang ungefiltert das auf Papier bannte, was ihm in den Sinn kam. Leider schien er dabei betrunken gewesen zu sein. Die Storyline ist stellenweise unglaublich wirr, unlogisch und an den Haaren herbei gezogen, dass es schon fast weh tut. Aber das war in den vorangegangenen Episoden auch nicht anders. Gibt es auf der ganzen Welt keine Star Trek Drehbuchautoren, die mal einen vernünftigen Roten Faden spinnen können? In einem Science-Fiction-Film erwartet man ja ein gewisses Maß an Übertreibung und unwahrscheinlichen Verläufen, aber so ein hanebüchener Unfug, wie in dem neuen Star Trek, passiert einfach nicht!!! Wer sich mal den Spaß machen will, liest sich auf Wikipedia die Geschichten der letzten Star Trek Filme durch. Da bekommt man das Kotzen.

Auf der anderen Seite hat der Film so viele verdammt gute Ansätze. Die neue Crew bringt nach all den Jahren und (sorry)all den alten Säcken endlich mal wieder frischen Wind in das Star Trek Universum und die neuen Schauspieler machen ihre Sache echt gut. Die Optik erinnert an die alten Filme und die Ur-Serie, wirkt aber dennoch modern, die Action ist solide, die Weltraumszenen sind okay und vor allem: Ich liebe die ganzen Andeutungen und Verweise auf die Zukunft. Sympathisch ist auch die Tatsache, dass sich der Film nicht so ganz ernst nimmt. „Scotty“ und „Pille“ feuern einen lustigen Spruch nach dem anderen ab, Kirk und Spock spielen sich langsam als Duo ein und Regisseur J. J. Abrams hat weitgehend auf übertriebenen Pathos verzichtet. Kurz: Der Charme der alten Serie ist wieder da.

Der Film wirkt, als ob zwei verschiedene Gruppen daran gebastelt hätten, die sich aber nie begegnet sind, sich nicht kannten und auch nicht die selbe Sprache sprechen. Die eine Gruppe (die bessere) hat ein tolles Gerüst gebaut, die Crew gecasted, die Optik konzipiert und eine Vision gehabt. Die andere Gruppe (die schlechtere, blinde) hat sich die Story ausgedacht und in das Gerüst eingefügt (oder besser: reingeprügelt).
Der Film hätte richtig gut werden können. So hat er leider nur das Prädikat „Popcornkino“ verdient. Wenn auch sehr unterhaltsames Popcornkino. Ich bin auf den nächsten Star Trek gespannt. Der eingeschlagene Weg ist nämlich der richtige.

P.S.: Popcornessen ist mit Mundschutz ganz schön schwierig und macht eine große Sauerei.

Cranker Film

April 22, 2009

Ich liebe Filme. Leider teilt diese Person: ilkablog meine Leidenschaft so gar nicht. Also sitze ich jetzt nur noch ganz selten mit Popcorn und Cola im Kinosessel. Kollateralschaden einer Beziehung:( Letzten Mittwoch habe ich mich jedoch heimlich rausschleichen können und mir die Vorpremiere von Crank 2 angeschaut. Und um es vorweg zu sagen: Ich hatte großen Spaß. Den ersten Teil habe ich noch nicht gesehen, obwohl er über Ostern gleich zweimal im Fernseher lief. Aber man muss den Überraschungshit von 2006 nicht unbedingt kennen, um das Sequel zu verstehen.

Der Film setzt direkt am Ende des ersten Teils an. Chev (Jason Statham) fällt aus dem Helikopter, schlägt auf einem Auto auf und wird schließlich von chinesischen Gangstern mit der Schneeschaufel vom Boden abgekratzt. Die wollen den smarten Helden als Organ-Ersatzteillager für ihren greisen Boss missbrauchen und entfernen ihm auch gleich mal das Herz. Bevor noch andere wichtige Körperteile daran glauben müssen, kann Chev fliehen und will Rache. Von nun an schlägt aber ein Kunstherz in seiner Brust, das in kurzen Abständen elektrisch aufgeladen werden muss. Wo es anfangs noch Elektroteaser und Zigarettenanzünder tun, greift Chev gegen Ende auch mal an den Hochspannungsmast.

Die Macher von Crank 2 haben sich ausgetobt. Von Anfang an legt der Film ein rasantes Tempo vor, dass er auch bis zur letzten Sekunde durchhält. Die Schnitte sind schnell, ständig wechseln Kameraeinstellungen und Stil, kurzum: Unsere Eltern wären mit der Hektik sicherlich noch überfordert gewesen. Teilweise erinnert der Film an einen hysterischen Comic. Alles ist ein gutes Stück bunter, überdrehter und einfach cranker, als in jedem anderen Actionstreifen. (Und wir sind ja schon einiges gewohnt.) Wenn Chev das Starterkabel an die Zunge klemmt und voll „aufgeladen“ ist, wirkt es, als renne er doppelt so schnell.
Und grade diese Überzeichnung ist es, die Crank 2 so herrlich unterhaltsam macht. Hat man erstmal verstanden, dass sich der Film zu keinem Zeitpunkt selbst ernst nimmt, kann man das Trashgewitter auch ganz locker bis zum Schluss genießen. Einige Sprüche und Szenen sind nämlich schon hart an der Grenze dessen, was wir von anderen Filmen gewohnt sind. Chev und seine Ex (Amy Smart) schieben beispielsweise mitten auf der Rennbahn vor einer johlenden Zuschauermenge eine schnelle Nummer (Sex ist ja schließlich gut fürs Herz) und die Ex bewundert kurz vor’m Höhepunkt das riesige Gemächt eines Rennpferdes, das grade über sie hinwegspringt. In einer anderen Szenen prügeln sich Chev und einer der Bösewichte ganz im Stil der alten japanischen Monsterfilme, wie zB. Godzilla, in einer ganz billigen Miniaturkulisse. Hin und wieder drängt sich einem schon der Gedanke auf, der Regisseur und das ganze Team müssen auf Speed gewesen sein. Trotzdem passt jede Minute irgendwie ins, wenn auch schräge, Gesamtkunstwerk, ohne zu langweilen. Und ich liebe die ganzen Andeutungen und kleinen skurrilen Details, wie z.B. den abgetrennten Kopf des Gangsters aus dem ersten Teil, der in einem Wasserbecken am Leben gehalten wird.
Zum finalen Shootout dreht Crank 2 nochmal richtig auf, aber das schaut ihr euch am besten selbst an…

Mein neuer Freund

März 4, 2009

Seit Tagen will ich mal vor 2 Uhr ins Bett, aber ständig kommt was dazwischen. Heute war es wieder mal das böse Internet. Doch es hat sich gelohnt, die guten Vorsätze zumindest für heute nochmal beiseite zu schieben. Neben diversen interessanten Blogs hat es mir unter Anderem eine Filmseite ganz besonders angetan: Der moviepilot.

Hat man sich ersteinmal registriert (man muss keine persönlichen Daten angeben) kann man anfangen, Filme aus den letzten Jahrzehnten auf einer Skala von 0 bis 10 zu bewerten. Und das Archiv ist riesig. Mindestens zehn Bewertungen muss man abgegeben haben, bis der moviepilot ein Profil von deinen cineastischen Vorlieben erstellt hat. Bei jedem Film steht nun eine Punktzahl, die dir eine grobe Orientierung gibt, ob der Film was für dich ist. Je mehr Bewertungen du abgibst, desto besser soll dein Geschmack getroffen werden. Mir hat mein neuer Freund beispielsweise den „Ja-Sager“ mit Jim Carrey empfohlen, der seit dem 19.2. im Kino läuft. Anscheinend hat mir der Film zu gefallen;) Nicht mal ich kann meinen Kino-Geschmack einschätzen. Mal sehen, ob es der moviepilot kann…

Ebenfalls ein unterhaltsames Gimmick ist der Trailer-Quiz, bei dem für wenige Sekunden ein Filmtrailer gezeigt wird und man erraten muss, wie der Streifen heißt. Vier Antworten stehen daneben. Nach und nach verschwindet aber eine Lösungsmöglichkeit. Das macht die Aufgabe zwar leichter, aber dafür gibt es auch weniger Punkte. Mit jeder falschen Antwort verliert man ein Leben. Ich hatte 27XX Zähler beim zweiten Versuch. Die Highscore liegt aber im siebenstelligen Bereich. Also viel Spaß damit…

Aljoscha – Der ruhmreiche Recke

Februar 26, 2009

Wo wir grade in der Welt der Filme sind: Ein Kommilitone hat mich auf einen Kinderfilm aufmerksam gemacht (Danke Andi), der unlängst auf dem Fernsehsender KIKA lief. Aljoscha – Der ruhmreiche Recke heißt die russische Produktion und als ich die Beschreibung las und den Trailer sah, dachte ich erst, die reden auch wirklich von mir:

„Vor langer, langer Zeit wurde der russischen Stadt Rostow ein Sohn geboren, der über die Maßen wuchs und erstaunliche Kräfte besaß.“

„Aljoscha wollte ein Held werden“

„Dies verlangte nach einer Heldentat, wie sie nur ein russischer Recke vollbringen kann“

Ich wollte schon Anteile von der Produktionsfirma einklagen, bis ich dann den Text etwas genauer las und auch folgende Stelle entdeckte:

Vor langer, langer Zeit wurde der russischen Stadt Rostow ein Sohn geboren, der über die Maßen wuchs, erstaunliche Kräfte besaß, aber das Schreiben und Lesen nicht so recht erlernen wollte. Aljoscha hieß er.

Oh, ähm, das bin wohl doch nicht ich. Zumindest Lesen kann ich ja. Muss ich doch weiter studieren und kann nicht auf  Geld aus Russland warten. Schade…

I’m lovin‘ it

Februar 26, 2009

Kino ist eine tolle Erfindung und eine der besten Freizeitbeschäftigungen ever. Allein der Geruch von Popcorn lässt bei mir die Glückshormone sprudeln. Und weil ich sehr viel meiner Zeit in den Lichtspielhäusern der Umgebung verbringe, bin ich fast dazu gezwungen, in meinem Blog den ein oder anderen Film zu erwähnen.

Die letzten drei Filme, die ich also gesehen habe:

Frost/Nixon

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Die Begriffe Richard Nixon und Watergate sollten sogar uns Deutschen was sagen. Doch mit den vier TV-Duellen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und dem britischen TV-Moderatoren David Frost, die 1977 Fernsehgeschichte schrieben, werden wir schon nichts mehr anfangen können. Nixon wollte damals die Interviewreihe nutzen, um sein lädiertes Image in der Öffentlichkeit reinzuwaschen. Es kam dann doch ein bisschen anders.
In Deutschland läuft der Film leider nur in ganz wenigen Kinos. (Ich selbst war in Frankfurt im Cinema Pétit. Das kleinste Kino, das ich kenne.) Sehr schade, weil Frost/Nixon ein sehr spannender Politthriller ist, der anfangs zwar seine Längen hat, mit Beginn der Interviews aber an Spannung kaum noch zu überbieten ist. Das Bild vom Boxkampf ist zwar schon ganz schön abgenudelt, aber es passt in diesem Fall einfach zu gut, um den Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten treffend zu beschreiben. Den Lucky-Punch setzt am Ende aber der Talkmaster.
Schaut euch den Film unbedingt an, wenn er auf DVD erscheint und ihr vor ein bisschen Anspruch nicht zurückschreckt. Es lohnt sich.

The International

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Ich bin ohne Erwartungen in „The International“ (an der Kinokasse gab es keine Auswahl mehr) und war deshalb auch positiv überrrascht. Clive Owen spielt einen Interpolagenten, der illegale Machenschaften einer großen Bank aufdecken will. Tom Tykwer (Lola rennt) hat Regie geführt und einen soliden Film mit realem Bezug auf die Beine gestellt, der manchmal sehr spannend ist, aber selten durch Originalität überzeugt. Lediglich die Optik ist wirklich außergewöhnlich und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten 118 Minuten.
Clive Owen ist einfach ne coole Sau und alleine schon Grund genug, sich „The International“ spätestens auf DVD anzuschauen.

96 Hours

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Den wollte ich eigentlich gar nicht sehen. Ich konnte mir Liam Neeson einfach nicht als coolen Actionstar vorstellen. Aber der Nordire hat mich eines Besseren belehrt. „96 Hours“ hat mich restlos überzeugt und ist einer der besten Filme, die ich seit längerem gesehen habe.
Liam Neeson macht sich als Bryan Mills auf die Suche nach seiner Tochter, die während einer Europareise in Paris von einem albanischen Mädchenhändlerring gekidnappt wird. Das hätten die Osteuropäer besser nicht getan, denn der besorgte Papa ist ein ehemaliger CIA-Agent, der nicht zum Spaßen aufgelegt ist, wenn es um seinen kleinen Engel geht. Also setzt Mills all seine Erfahrung ein, die er sich in vielen Jahren als „Verhinderer“ (was auch immer das ist) bei der CIA angeeignet hat und geht dabei alles andere als zimperlich zu Werke. Alleine in der letzten halben Stunde rattert der Bodycount ordentlich in die Höhe.
„96 Hours“ ist kein Quentin Tarantino Film. Lockere Sprüche, witzige Figuren und sonstige Arten von Humor sind in Luc Bessons knallhartem Rachethriller Fehlanzeige. Aber irgendwie macht hier grade das den Reiz aus, weil es in der letzten Zeit schon zu viele Tarantino-Möchtegern-Klone gab. Unbedingt anschauen, sofern ihr etwas abgehärtet seid und das 18. Lebensjahr natürlich vollendet habt;)