Archive for Februar, 2009

Rewind

Februar 27, 2009

Das Internet ist böse. Meine Sporttasche steht gepackt im Flur und ich saß schon fast im Auto Richtung Fitnessstudio. Dann habe ich den Anfängerfehler gemacht und nur noch kurz meine Mails checken wollen. Ein, zwei Klicks und schon hatte das Web mich in seinen Fängen. Den Rest könnt ihr euch denken, aber ich fand den folgenden Beitrag einfach zu lustig…

Es geht um eine Internet-Meme auf Twitter. Der Begriff war mir bisher auch neu. Es geht darum, dass sich eine Idee verselbstständigt, durch das Internet geht und dort von den Usern mitgestaltet und verändert wird. Wohl zu vergleichen  mit den unzähligen Chuck Norris Witzen.

Chuck Norris erhält bei Praktiker 20%… auch auf Tiernahrung

Gott sprach: Es werde Licht! Chuck Norris antwortete: Sag bitte!!!

Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird er nicht nass…aber das Wasser wird Chuck Norris

und so weiter und so weiter…

Bei dieser speziellen Backflip-Meme werden Filme rückwärts erzählt. Hier sind ein paar Beispiele von der twitter-Seite und von reddit:

Lord of the rings: short guy gets cool ring from volcano spends three films walking home

If you watch Rambo backwards, it’s Sylvester Stallone healing people with his magical bullet vacuum.

If you watch „The Green Mile“ backwards, it’s a man being resurrected who then kills a mouse and gives Tom Hanks Cystitis.

If you watch the movie `Jaws‘ backwards, it’s a movie about a shark that keeps throwing up people until they have to open a beach.

Oder auch:

If you watch Scarface backwards, it’s about a man who gives up cocaine and crime to follow his dream of becoming a dishwasher to earn enough money so he can visit Cuba.

If you live backwards, you die by getting sucked into a huge vagina.
True story.

Sind ein paar lustige Ideen dabei. Ich geh jetzt trainieren. Jetzt aber wirklich. Vielleicht fällt mir ja auch was dazu ein. Mmmmhhh…..

Aljoscha – Der ruhmreiche Recke

Februar 26, 2009

Wo wir grade in der Welt der Filme sind: Ein Kommilitone hat mich auf einen Kinderfilm aufmerksam gemacht (Danke Andi), der unlängst auf dem Fernsehsender KIKA lief. Aljoscha – Der ruhmreiche Recke heißt die russische Produktion und als ich die Beschreibung las und den Trailer sah, dachte ich erst, die reden auch wirklich von mir:

„Vor langer, langer Zeit wurde der russischen Stadt Rostow ein Sohn geboren, der über die Maßen wuchs und erstaunliche Kräfte besaß.“

„Aljoscha wollte ein Held werden“

„Dies verlangte nach einer Heldentat, wie sie nur ein russischer Recke vollbringen kann“

Ich wollte schon Anteile von der Produktionsfirma einklagen, bis ich dann den Text etwas genauer las und auch folgende Stelle entdeckte:

Vor langer, langer Zeit wurde der russischen Stadt Rostow ein Sohn geboren, der über die Maßen wuchs, erstaunliche Kräfte besaß, aber das Schreiben und Lesen nicht so recht erlernen wollte. Aljoscha hieß er.

Oh, ähm, das bin wohl doch nicht ich. Zumindest Lesen kann ich ja. Muss ich doch weiter studieren und kann nicht auf  Geld aus Russland warten. Schade…

I’m lovin‘ it

Februar 26, 2009

Kino ist eine tolle Erfindung und eine der besten Freizeitbeschäftigungen ever. Allein der Geruch von Popcorn lässt bei mir die Glückshormone sprudeln. Und weil ich sehr viel meiner Zeit in den Lichtspielhäusern der Umgebung verbringe, bin ich fast dazu gezwungen, in meinem Blog den ein oder anderen Film zu erwähnen.

Die letzten drei Filme, die ich also gesehen habe:

Frost/Nixon

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Die Begriffe Richard Nixon und Watergate sollten sogar uns Deutschen was sagen. Doch mit den vier TV-Duellen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und dem britischen TV-Moderatoren David Frost, die 1977 Fernsehgeschichte schrieben, werden wir schon nichts mehr anfangen können. Nixon wollte damals die Interviewreihe nutzen, um sein lädiertes Image in der Öffentlichkeit reinzuwaschen. Es kam dann doch ein bisschen anders.
In Deutschland läuft der Film leider nur in ganz wenigen Kinos. (Ich selbst war in Frankfurt im Cinema Pétit. Das kleinste Kino, das ich kenne.) Sehr schade, weil Frost/Nixon ein sehr spannender Politthriller ist, der anfangs zwar seine Längen hat, mit Beginn der Interviews aber an Spannung kaum noch zu überbieten ist. Das Bild vom Boxkampf ist zwar schon ganz schön abgenudelt, aber es passt in diesem Fall einfach zu gut, um den Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten treffend zu beschreiben. Den Lucky-Punch setzt am Ende aber der Talkmaster.
Schaut euch den Film unbedingt an, wenn er auf DVD erscheint und ihr vor ein bisschen Anspruch nicht zurückschreckt. Es lohnt sich.

The International

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Ich bin ohne Erwartungen in „The International“ (an der Kinokasse gab es keine Auswahl mehr) und war deshalb auch positiv überrrascht. Clive Owen spielt einen Interpolagenten, der illegale Machenschaften einer großen Bank aufdecken will. Tom Tykwer (Lola rennt) hat Regie geführt und einen soliden Film mit realem Bezug auf die Beine gestellt, der manchmal sehr spannend ist, aber selten durch Originalität überzeugt. Lediglich die Optik ist wirklich außergewöhnlich und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten 118 Minuten.
Clive Owen ist einfach ne coole Sau und alleine schon Grund genug, sich „The International“ spätestens auf DVD anzuschauen.

96 Hours

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Den wollte ich eigentlich gar nicht sehen. Ich konnte mir Liam Neeson einfach nicht als coolen Actionstar vorstellen. Aber der Nordire hat mich eines Besseren belehrt. „96 Hours“ hat mich restlos überzeugt und ist einer der besten Filme, die ich seit längerem gesehen habe.
Liam Neeson macht sich als Bryan Mills auf die Suche nach seiner Tochter, die während einer Europareise in Paris von einem albanischen Mädchenhändlerring gekidnappt wird. Das hätten die Osteuropäer besser nicht getan, denn der besorgte Papa ist ein ehemaliger CIA-Agent, der nicht zum Spaßen aufgelegt ist, wenn es um seinen kleinen Engel geht. Also setzt Mills all seine Erfahrung ein, die er sich in vielen Jahren als „Verhinderer“ (was auch immer das ist) bei der CIA angeeignet hat und geht dabei alles andere als zimperlich zu Werke. Alleine in der letzten halben Stunde rattert der Bodycount ordentlich in die Höhe.
„96 Hours“ ist kein Quentin Tarantino Film. Lockere Sprüche, witzige Figuren und sonstige Arten von Humor sind in Luc Bessons knallhartem Rachethriller Fehlanzeige. Aber irgendwie macht hier grade das den Reiz aus, weil es in der letzten Zeit schon zu viele Tarantino-Möchtegern-Klone gab. Unbedingt anschauen, sofern ihr etwas abgehärtet seid und das 18. Lebensjahr natürlich vollendet habt;)

Jo und die digitale Vernetzung

Februar 23, 2009

Mein Dozent Johannes Kleske hat immer wieder gepredigt, wie wichtig es für uns Online-Journalisten doch ist, überall im Netz vertreten zu sein. Er meinte Xing, flickr, facebook und Co. seien unverzichtbare Werkzeuge, um unser digitales Profil zu schärfen. Und wen Google nicht findet, der existiere heutzutage schon fast gar nicht mehr. Man muss dazu sagen, dass Johannes „Social Software“ an der h_da unterrichtet und als Konzeptor für die Digitalmarketing-Agentur Neue Digitale / Razorfish in Frankfurt arbeitet. Bei dem Hintergrund ist es ja klar, warum er in den höchsten Tönen vom Web spricht.

Aber konnte ich mir als Studienanfänger noch nicht wirklich vorstellen, dass die digitale Vernetzung dermaßen wichtig ist, so kann ich mich jetzt immer mehr dafür begeistern. Mich reizen die Möglichkeiten, die sich aus dem vernetzten Gedankenaustausch und dem schnellen Zugriff auf eine Masse an Informationen und Meinungen ergeben. Natürlich habe ich noch Vorbehalte und fürchte um meine persönlichen Daten, aber das Potential, das in der digitalen Zukunft liegt, scheint mir verdammt groß zu sein.  Wie ich das allerdings für mich nutzen will, muss ich noch herausfinden. Die Vorzüge und vor allem den Sinn von twitter sehe ich jedoch (noch) nicht. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Einen kleinen Einblick und ein paar interessante Ideen liefert das Video, das ich gestern schon verlinkt habe.

Lachen musste ich, als ich das Video vom Barcamp in Köln angeschaut habe und bei Minute 4:44 eben jener Johannes Kleske im Hintergrund zu sehen ist. Er scheint wirklich überall vertreten zu sein. Das Konzept eines Barcamps ist übrigens sehr interessant. Also ruhig mal den ganzen Film anschauen.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Februar 23, 2009

In neun Monaten kann eine ganze Menge passieren. Bei mir ist im letzten dreiviertel Jahr die Begeisterung für’s Schreiben und für den Journalismus heran gewachsen. Gut, meine Erfahrungen in der Branche sind bisher noch eher dürftig und manch einer wird nur müde lächeln ob meines viermonatigen Praktikums in einer Lokalredaktion und des einen Semesters Online-Journalismus. Aber hey, ich liebe meinen zukünftigen Job jetzt schon. Warum? Weil ich nicht die geringste Ahnung habe, was ich mit meinem Diplom anstellen werde.

Ist das nicht toll? Die meisten Berufsbilder bewegen sich in eng umrissenen Grenzen, ohne viel Platz für freie Entfaltung oder Kreativität. Wer Maurer lernt, wird damit aller Voraussicht nach Steine aufeinander stapeln, der Schuster bleibt eh bei seinen Leisten und Schauspieler werden Gouverneur.

Aber dem Online-Journalisten steht die ganze Welt offen. Er kann alles machen. Die Zeiten, in denen es die einzige Aufgabe des Reporters war, mit Stift und Papier bewaffnet auf Gemeinderatssitzungen zu gehen und danach dem brav rezipierenden Leser Bericht zu erstattet, gehören der Vergangenheit an. Der Reporter von heute unterhält, informiert und kritisiert in Bild, Ton und Text. Verbreitet über die mannigfaltigen Kanäle des World Wide Webs. Mit diesen Werkzeugen in der Hand sind den Möglichkeiten und der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Man kann also nur erahnen, wie sich die neuen Medien entwickeln werden und welche Rolle, der Online-Journalist darin spielen wird. Einige interessante Ansätze und Ideen gibt der New Yorker Journalistik-Professor Jeff Jarvis in diesem  Video zum Besten.

Wer meinen Optimismus jetzt immer noch nicht teilen will, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Vor mir liegt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem Honig fließt und die Zuckerstangen auf den Bäumen wachsen. Ich kann alles werden. Vom Bestseller-Autor bis zum Taxifahrer…

Die Nische auf dem rechten Flügel

Februar 21, 2009

Auf Anraten eines guten Freundes hatte ich mich just daran gesetzt, den „About-Text“ für unterbelichtet zu schreiben. Er meinte, es sei wichtig, dem Leser zu verraten, wer für den Blog verantwortlich ist. Das ist einfach, das kriege ich hin. Die Sache mit dem Namen war schnell gelöst. Aljoscha Grabowski. Den Wohnort, Hanau, wusste ich auch, dann kam ich aber ins Stocken. Ich wollte was über mein Studium erzählen. Dass ich Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt studiere und das erste Semester grad abgeschlossen habe. Aber irgendwas störte mich daran.

Ich verfasse hier mit dem größten Vergnügen Blogeinträge, liebe es, mir die wildesten Geschichten auszudenken und kreativ zu sein. Ich will Texte malen und sie nicht konstruieren. Ich will Gefühle rüber bringen, die Vorstellungskraft anregen, aber auch mal Kritik üben und meine Meinung äußern. Mal ironisch, mal witzig,mal traurig; ich will die Leute schließlich auch im Herzen treffen.

Aber Moment, das hat doch nichts mit Journalismus zu tun, oder? Ist Journalismus nicht grade so stolz darauf, objektiv zu sein? Betet Journalismus nicht meist stock-nüchtern Fakten runter, frei von Meinung und Subjektivität? Der Leser soll sich das Bild selbst machen.
Anscheinend bin ich im falschen Studiengang. Aber wenn ich kein richtiger Journalist bin, was bin ich dann?

Diese Tabelle hat mich gerettet.

Cool, ich bin wohl doch ein (literarischer) Journalist. Zwar einer von ganz rechts außen, aber immerhin kann ich weiter studieren. Die Definition von Journalismus ist also so weit gefasst, dass auch noch Platz für mich ist. Orientierung geben, in einer Welt, die immer komplexer zu werden scheint, informieren, unterhalten, kritisieren. Die Nische ist groß genug für mich, die nehme ich. Ich muss mir einfach nur meinen eigenen Weg suchen. Auch wenn er wohl am Mainstream vorbei führt.

Auf der Suche nach dem Sinn

Februar 19, 2009

Jetzt habe ich schon zwei Blogeinträge veröffentlicht, über das Wichtigste haben wir aber noch gar nicht geredet. Vielleicht ist die Frage nach dem Sinn total über-ambitioniert und unpassend für einen Otto-Normal-Blogger, aber

Über was will ich eigentlich bloggen und warum?

Die Sache fängt an, mich zu nerven. Hören diese Fragen denn nie auf? Der Nachwuchsblogger hat es heutzutage echt nicht leicht. Er braucht ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein, einen möglichst mitreißenden und originellen Schreibstil und jetzt auch noch gute Ideen und interessante Themen. So langsam werden die Anforderungen echt unverschämt.
Hätte ich vorher gewusst, mit welchem Aufwand das alles verbunden ist, hätte ichs gelassen und mein Glück beim Fernseh versucht. Dort spielt Qualität nur selten eine Rolle. Aber darüber reden wir ein anderes mal.

Zurück zum Thema: Mmmh, ich weiß es nicht. Über was wird denn normalerweise gebloggt? Was ist überhaupt ein Blog und welche Aufgabe hat er?

Wikipedia (sehr beliebte Quelle in diesen Tagen) hält sich da sehr allgemein:

„Ein Blog [blɔg] oder auch Weblog [ˈwɛb.lɔg], engl. [ˈwɛblɒg], Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log für Logbuch, ist ein auf einer Website geführtes und damit – meist öffentlich – einsehbares Tagebuch oder Journal.

Ein Blog ist ein für den Herausgeber („Blogger“) und seine Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft, kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen als auch der Kommunikation dienen.“

Na toll. Die Quintessenz ist also: Schreibe, worauf du Lust hast. Das hilft mir ja weiter.

Robert Basic geht auf seinem eigenen Blog „Basic Thinking“ schon etwas konkreter auf die Materie ein:

Im Grunde genommen sagt aber auch er nichts anderes als Wikipedia: Such dir ein Thema, dass dich interessiert und schreibe regelmäßig darüber.
Kann es echt so einfach sein??? Wenn einer der erfolgreichsten seiner Zunft das sagt, wird es ja wohl stimmen. Also habe ich angefangen, willkürlich alle möglichen Blogs zu lesen.  Ich habe soo viel Langweiliges erfahren, aber auch sehr viel Interessantes. Und das scheint tatsächlich das Geheimnis zu sein. Nämlich, dass es keins gibt. Einfach drauf los schreiben heißt die Devise.

Also werde ich das auch tun.  Ich werde mir Gedanken machen, Gedanken austauschen, kommentieren, reflektieren, an meinem Schreib-Stil feilen und Erfahrungen machen. Und das alles nur über Themen, die mich interessieren.

Von Spinnweben und Schreibblockaden

Februar 15, 2009

Jetzt, wo ich endlich meine Hemmungen und Zweifel ablegen konnte (siehe „Danke Mo“), müsste mein Schreibfluss eigentlich alle Dämme durchbrechen. Tut er aber nicht. Der reißende Strom meiner Kreativität ist schon zu einem Rinnsal verödet, bevor überhaupt ein einziger Tropfen Kreativität geflossen ist. Ich sitze noch genauso ratlos an meinem Laptop wie zuvor. Meine Finger streichen verlegen über die Tastatur und der Blick schweift nervös im Zimmer umher. Ich habe lange nicht mehr geputzt. Die Spinnweben über meinem Bett könnte ich doch grad mit dem Staubsauger… ach, das ist doch purer Selbstbetrug. Ich putze nie. Jetzt damit anzufangen, wäre eine Übersprunghandlung. Es ist wohl Zeit, der Wahrheit ins Auge zu sehen: Die gute Prosa und ich werden nie dicke Freunde werden. Aber dann ist mir zufällig folgendes Buch in der Dieburger Hochschul-Bibliothek über den Weg gelaufen:

Quelle: Amazon.de

21 Journalisten und Autoren erzählen in unterhaltsamen Kurzgeschichten von den ganz persönlichen Schreibblockaden, von der Angst vorm ersten Satz und wie sie mit dem Termindruck umgehen. Herausgeberin ist übrigens Friederike Herrmann, Dozentin an der Fachhochschule Darmstadt, die auf den letzten Seiten noch ein paar Tipps fürs kreative Schreiben gibt. Alles in allem ein sehr kurzweiliges Buch, das mir ein breites Grinsen aufs Gesicht gezaubert hat: Wenn die böse Schreibblockade sogar gestandene Edelfedern in die Hausarbeit treibt, kann ich auch weiterhin übers Putzen nachdenken. Jetzt aber endlich mit gutem Gewissen. Nichtstun hat sich schon lange nicht mehr so verdammt professionell angefühlt.

Danke Mo…

Februar 5, 2009

Mama hat immer gesagt: „Mein Bub, wenn du je etwas im Internet veröffentlichen willst, dann achte darauf, dass die Qualität stimmt und du niemanden langweilst.“ Seit ich im Oktober 08 angefangen habe Online-Journalismus zu studieren, will ich einen Blog schreiben. Doch immer, wenn mein Text fertig war, kamen die Selbstzweifel und ließen mich nicht mehr los. Was, wenn das keiner lesen will? Was, wenn es keine Sau interessiert? Ich habe mir den Kopf zermatert und die Finger wund geschrieben. Nächtelang habe ich Blogeinträge erdacht, verfasst und dann jeden einzelnen Satz wieder gelöscht. Was ich veröffentliche soll doch auch Qualität haben. Oder etwa nicht?

Doch dann habe ich einen Artikel gelesen, der mir zu denken gab.

Seit gestern Abend hängt ein Foto von eben jenem Mohamed El Naschie über meinem Bett. Der Mann ist ein Genie, ein Verkaufstalent. Denn nur darum scheint es zu gehen: Sich selbst verkaufen zu können, auch wenn rein gar nichts dahinter steht. Eine Prise Unverschämtheit und jede Menge Selbstbewusstsein reichen wohl aus, um richtig weit zu kommen. Die Masse folgt demjenigen, der am lautesten schreit. Das war schon immer so.

Ich habe auf jeden Fall eine Menge gelernt und werde jetzt viel ungehemmter und freier bloggen. Besonders cool finde ich es, sich selbst zu zitieren. Das werde ich in Zukunft häufiger tun. Danke Mo, dass du mir die Augen geöffnet hast…