Archive for the 'Web' Category

Die Slideshow von der Stange

Dezember 23, 2009

Die Hälfte meiner Kommilitonen (Mit-Studenten) hat  vor ein paar Wochen bei uns an der Fachhochschule einen Kurs über Audio Slideshows belegt. Dabei werden Fotos in einem Film aneinandergereiht und mit Musik und O-Tönen unterlegt. Weil mich das Seminar auch interessiert hat – ich zu dem Zeitpunkt aber leider verhindert war – habe ich mich jetzt mal im Internet etwas schlau gemacht.

Und siehe da: Eine solche Audio Slideshow hat vor kurzem den Deutschen Reporterpreis in der Kategorie „Beste Web-Reportage“ gewonnen. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob in dieser Kategorie nur Slideshows zugelassen sind. Dann wäre es natürlich nicht sonderlich überraschend, dass eine solche Slideshow die begehrte Trophäe auch ergattert hat. Wie dem auch sei: Der freie Journalist Matthias Eberl hat damit 5000 Euro abgeräumt. Hier ist mal der Link zu dem guten Stück auf Eberls eigener Seite.

Spaßig ist die Tatsache, dass sich die eben verlinkte Version von der „offiziellen“ Version auf sueddeutsche.de in zwei Passagen unterscheidet. Die Geschichte mit der Stange und den Lutschern sucht man auf der Homepage der Münchener Zeitung vergebens. Warum nur?

Der Vollständigkeit halber findet Ihr hier auch nochmal den Link zu dem Blog von Stefan Niggemeier. Er hat sich schon mit dem Thema beschäftigt.

Gute Nacht!

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8 Mile

Juli 28, 2009

Ich weiß, die Idee ist total bescheuert, also verkneift Euch blöde Kommentare, aber es hat mich gerade gepackt und lässt mich zumindest in diesem Moment nicht mehr los. Ich habe vor einer Stunde eine Internetseite gefunden, die kostenlose Beats zur Verfügung stellt und versucht, auf einige der Stücke zu texten. Es sind nur ein paar Wörter beziehungsweise Sätze geworden, ganz schlechte Reime und bei Weitem noch nichts, was nur ansatzweise das Licht der Öffentlichkeit erblicken darf, aber ich freu mich just in diesem Moment wie ein kleines Kind. Ich liebe Hip Hop und wollte das schon immer mal ausprobieren. Und um im Slang zu bleiben: Alter ist das schwer! Vor Allem weil ich absolut null Ahnung habe, wie man an so etwas ran geht. Hört man sich den Beat an und schreibt gleichzeitig oder reimt man was zusammen und schneidert dann die Melodie dazu? Also falls sich jemand näher damit auskennt: Ich brauche Hilfe, Tipps und Anregung! Grins.

Das Internet ist so schlau

Juli 10, 2009

Die Franzosen haben es echt drauf. Das Magazin „Le Tigre“ startete im Dezember vergangenen Jahres eine Serie mit dem Titel „Das Google-Porträt“ und sorgte damit für großes Aufsehen. Der erste Teil richtete sich an einen gewissen Marc L., ein Onlineleser der Zeitschrift, und fing an mit den Worten:

„Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Marc. Am 5. Dezember 2008 wirst du 29 Jahre alt. Ist es okay für dich, wenn wir uns dutzen, Marc? Du kennst mich nicht, aber ich ich kenne dich gut.“

Auf den folgenden zwei Seiten plauderte der Autor jede Menge private Details über Marc aus. Im Frühjahr 2008 habe er beispielsweise eine Geschichte mit Claudia gehabt, „charmant, kleine Brüste, kurzes Haar, schöne Beine.“ Es folgen weitere Einzelheiten zu Marcs Liebesleben, zur Familie, Geschichten über seine Vergangenheit in einer Rockband und noch viele viele Dinge mehr, die eigentlich niemanden etwas angehen. Sollte man zumindest meinen.
Natürlich folgte der empörte Aufschrei auf den Fuß. Der 29-jährige Franzose war geschockt über die fiese Kampagne der Zeitschrift gegen seine Person und zog umgehend einen Anwalt zu Rate.

Doch dann dämmerte es Marc L.. Woher wusste der Autor so viel über sein Privatleben? Natürlich aus dem Internet. Fein säuberlich hatte Marc in den vergangenen Jahren sein Facebookprofil gepflegt, stets neue Bilder auf Flickr gestellt und Videos auf Youtube hochgeladen. „Geheimnisse“, die für Jedermann frei zugänglich war. „Le Tigre“ musste lediglich sämtliche Plattformen abklappern und die Informationen fein säuberlich in einem Text verpacken.

Eine Klage scheiterte, die Redaktion erklärte sich aber bereit, auf der Internetseite die Namen der Betroffenen zu verändern und besonders pikante Details auszulassen. Das gedruckte Magazin mit den Originalangaben lag zu diesem Zeitpunkt aber schon längst in etlichen französischen Haushalten.

Wie klug ist das denn? Eine Geschichte, die einerseits die Sensationsgier der Leser befriedigt, auf der anderen Seite aber schonungslos auf Missstände aufmerksam macht und damit sogar wirklich etwas bewirkt. Marc L. hat seine Lektion nämlich gelernt und, so weit es zumindest möglich war, sämtliche Informationen über sich aus dem Internet genommen. Und da wird er nicht der Einzige sein. Ich werde jetzt auch erstmal die Nacktfotos auf StudiVZ löschen.

Notgeile Zweierreihen

April 17, 2009

Es passiert ja schon sehr selten, dass man lauthals lachen muss, wenn man völlig alleine daheim sitzt und was lustiges liest oder sieht. Beim Lesen der Tageszeitung ist mir das wohl noch nie passiert. Bis gestern. In der Süddeutschen stand ein Artikel über die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf das Rotlichtgewerbe. Und siehe da, auch die leichten Mädchen werden in der Not erfinderisch:

Eine Flatrate im Bordell bedeutet: einmal zahlen, mehrmals kommen. Bei „Zwei für eins“ darf der Freier seine Frau mitbringen, Schnittchen inklusive.

Eine gute Idee war auch die Werbeaktion im Hamburger Puff „Geizhaus“:

An Halloween durfte jedermann umsonst ran, der sich im Kostüm händchenhaltend mit anderen Freiern anstellte.

Wenn das mal nicht skurril ist. Wie läuft das denn an Weihnachten? Bekommt jeder eine kostenlose Runde, der durch den Schornstein reinkommt und danach Geschenke verteilt?

Naja, ich habe wieder mal gemerkt, dass ich einfach zu naiv bin und noch viel lernen muss. Die Kinder, die an Halloween von Haus zu Haus gehen und Süßigkeiten erbetteln wollen, haben bei mir zukünftig Pech. Wenns spät abends klingelt, mache ich sicher nicht auf. Die Gefahr, dass zwölf notgeile Cowboys, Monster etc in Zweierreihen vor der Tür stehen und umsonst Liebe machen wollen, ist mir einfach zu hoch.

Rewind

Februar 27, 2009

Das Internet ist böse. Meine Sporttasche steht gepackt im Flur und ich saß schon fast im Auto Richtung Fitnessstudio. Dann habe ich den Anfängerfehler gemacht und nur noch kurz meine Mails checken wollen. Ein, zwei Klicks und schon hatte das Web mich in seinen Fängen. Den Rest könnt ihr euch denken, aber ich fand den folgenden Beitrag einfach zu lustig…

Es geht um eine Internet-Meme auf Twitter. Der Begriff war mir bisher auch neu. Es geht darum, dass sich eine Idee verselbstständigt, durch das Internet geht und dort von den Usern mitgestaltet und verändert wird. Wohl zu vergleichen  mit den unzähligen Chuck Norris Witzen.

Chuck Norris erhält bei Praktiker 20%… auch auf Tiernahrung

Gott sprach: Es werde Licht! Chuck Norris antwortete: Sag bitte!!!

Wenn Chuck Norris ins Wasser fällt, wird er nicht nass…aber das Wasser wird Chuck Norris

und so weiter und so weiter…

Bei dieser speziellen Backflip-Meme werden Filme rückwärts erzählt. Hier sind ein paar Beispiele von der twitter-Seite und von reddit:

Lord of the rings: short guy gets cool ring from volcano spends three films walking home

If you watch Rambo backwards, it’s Sylvester Stallone healing people with his magical bullet vacuum.

If you watch „The Green Mile“ backwards, it’s a man being resurrected who then kills a mouse and gives Tom Hanks Cystitis.

If you watch the movie `Jaws‘ backwards, it’s a movie about a shark that keeps throwing up people until they have to open a beach.

Oder auch:

If you watch Scarface backwards, it’s about a man who gives up cocaine and crime to follow his dream of becoming a dishwasher to earn enough money so he can visit Cuba.

If you live backwards, you die by getting sucked into a huge vagina.
True story.

Sind ein paar lustige Ideen dabei. Ich geh jetzt trainieren. Jetzt aber wirklich. Vielleicht fällt mir ja auch was dazu ein. Mmmmhhh…..