Archive for the 'Lustigste Suchanfrage' Category

Die Geister, die ich rief

Juli 18, 2009

Goethe hat’s immer gewusst nur der arme Josch hat’s nicht gesehen. Der ein oder andere von Euch wird den „Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang kennen und damit sicherlich auch das berühmte Zitat „Die ich rief, die Geister, / Werd’ ich nun nicht los.“ Allen, die damit rein gar nichts anfangen können, sei dieser Link ans Herz gelegt um die Wissenslücke zu stopfen.

Ihr werdet euch nun fragen, worin denn nun die Verbindung zwischen einem der größten deutschen Dichter und meiner Wenigkeit besteht. Die Antwort lautet: In meiner Pornotelenovela. Bevor das Geschrei jetzt losgeht und mir Blasphemie vorgeworfen wird, bitte ich Euch, den Absatz zumindest fertig zu lesen. Also: Vor knapp drei Monaten habe ich auf meinem Belletristik-Blog „Ueberbelichtet“ eine zusammenhängende Reihe von Geschichten über die Pornoindustrie ins Leben gerufen. Naiv wie ich nun mal bin, habe ich mich anfangs nur über die steigenden Klickzahlen gefreut. Aber schon nach wenigen Tagen wurde mir die Sache suspekt und mir fiel auf, dass viele Leute über sehr merkwürdige Googlesuchanfragen auf meinen Blog aufmerksam wurden. In einem Artikel habe ich mich damals noch darüber lustig gemacht, aber nun habe ich schon seit vielen Wochen keine neue Episode der Pornotelenovela mehr veröffentlicht und trotzdem sind die Suchanfragen skurriler denn je. Da sind „Schlüpfersex-Bilder“, „Schlüpfer Geschichten“ und „Porn Casting“ noch die harmlosesten Beispiele. Richtig Angst gemacht hat mir folgende Anfrage: „ich ein junge im alter von 16 – 17 jahren wurde nackt ausgezogen von den mächen ich musste nackt sein und bleiben bei den mädchen sogar meinen penis durfte ich nicht zudecken“.
Tja, die Geister, die ich rief eben. Bei Goethe waren es nur wandelnde Zauberbesen, die alles blitze blank geputzt haben. Ich hingegen muss mich mit verirrten Notgeilen rumschlagen. Was da wohl besser ist?

Ich verbreite jugendgefährdenden Inhalt…..NICHT

Mai 3, 2009

Eigentlich sollte der Beitrag „self-fullfilling prophecy“ eine einmalige Angelegenheit werden. Aber da immer mehr Leute mit lustigen Suchanfragen auf meine beiden Blogs „unterbelichtet“ und „ueberbelichtet“ aufmerksam werden, ist das schon eine neue Kategorie wert.

Also: In der Kategorie „Lustigste Suchanfrage“ nominiere ich heute:

„Mädchen in Hand- und Fußfesseln“ (ueberbelichtet)

Im Gegensatz zu „Meine Mutter ist immer schlecht gelaunt“ kommen die Fesseln (wenn auch ohne das Mädchen) wirklich in einem meiner Beiträge vor. Eine Milieu-Studie über ein volljähriges(!), zwergwüchsiges Männchen, komplett harmlos und frei von jeglichem jugendgefährdendem Inhalt. Dennoch mache ich mir große Sorgen. Ist nicht erst kürzlich das neue Gesetz gegen Kinderpornografie verabschiedet worden? „Mädchen in Hand- und Fußfesseln“? Oh oh, das könnte ein ganz blödes Licht auf mich werfen. Also falls auf meinen beiden Blogs bald das große, rote Stoppschild vom BKA prangert und ihr nichts mehr von mir hört, dann habe ich Besuch von netten Herren in grünen Uniformen bekommen. Zumindest hätte ich dann auch eine Ausrede für mein Referat morgen.

Und Allen, die mit der Suchanfrage wirklich kinderpornografisches Material finden wollten, sei an dieser Stelle gewünscht, dass sie zur Rechenschaft gezogen und hart bestraft werden. Meiner Meinung nach gibt es nichts abstoßendereres und ekelhafteres, als Menschen, die sich an Kindern vergreifen. Auch wenn es nur passiv am Bildschirm geschieht.

Self-fulfilling prophecy

April 28, 2009

Verdammt, es ist kurz vor 1 Uhr nachts und ich will unbedingt ins Bett, aber das ist einfach zu lustig: In den Statistiken, die WordPress anbietet, kann ich mir beispielsweise anschauen, wieviele Leser unterbelichtet hat, auf welche Links die dann weiter klicken und unter anderem auch, mit welcher Google-Suchanfrage sie unterbelichtet ausfindig gemacht haben. Und was lese ich da heute? Ein Besucher kam mit folgender, sehr trauriger Feststellung auf meinen Blog:

„Meine Mutter ist immer schlecht gelaunt“

Also habe ich nochmal alle meine Einträge durchgelesen und da steht nirgendwo, dass meine Mutter immer schlecht gelaunt ist. Ja gut, manchmal ist sie das schon, aber das kommt in den besten Familien vor und darüber würde ich bestimmt auch nicht bloggen. Die Suchmaschine hat also keinen Grund, bei der Anfrage ausgerechnet auf meine Seite zu verlinken. Ich habe damit nur Ärger. Meine eigene Mutter wird das nämlich morgen lesen (Hallo Mama;), die Aussage auf sich beziehen und sich dann wundern, warum ich solche Behauptungen ins Internet schreibe, die ganz klar falsch sind. Dann ist sie schlecht gelaunt, weil ich ja angeblich so schlecht von ihr denke und schwupp, haben wir eine self-fulfilling prophecy. Schon lustig, wie das Leben manchmal so spielt. Mama, es tut mir leid…