Archive for the 'Uncategorized' Category

R.I.P.

März 29, 2010

Nach langem Dahinsiechen habe ich Deinem Leid endlich ein Ende gesetzt.

unterbelichtet

* 5. Februar 2009

+ 30.März 2010

Ich mochte Deinen Bruder eh viel lieber als Dich.

Trotzdem in Liebe

Der Autor

Unterberbelichtet ist ab jetzt tot. Hier wird in Zukunft weiter geschrieben.

Da fragen sie mich was!

Januar 17, 2010

Oh Gott, ich müsste so dringend lernen, aber ich will Euch das Folgende nicht vorenthalten. Mein Bruderherz hat mir gerade einen Radiobeitrag des Infosenders Bayern 5 vorgespielt, der seit einiger eit im Netz kursiert. Ich habe mich weggeschmissen vor Lachen! Einfach auf den kleinen Play-Button unterhalb des Bildes klicken und los gehts.

Hier ist das Ding

Es klingt halt verdächtig nach einem Fake. Und siehe da, die Seite wuv.de sagt, dass der Beitrag aus einer Moderatorenschulung des Bayerischen Rundfunks stammt und im Rahmen einer Havarieübung aufgenommen wurde. Aber sau lustig ist es trotzdem:)

Frohe Weihnachten!!!

Dezember 20, 2009

In vier Tagen ist Weihnachten. Zugegeben, ich melde mich da nicht mit der überraschendsten Erkenntnis aus dem Halbjahresurlaub zurück, doch mir persönlich war es bisher nicht so richtig bewusst, dass das Fest der Liebe schon wieder so dicht vor der Tür steht. Sicher, ich hätte misstrauisch werden sollen, als plötzlich eine Tanne bei uns im Wohnzimmer stand und vor sich hinnadelte. Auch als vor zwei Wochen nachts ein dicker Mann mit weißem Bart und rotem Mantel bei uns durch Flur torkelte und in meine Stiefel pinkelte, hätte es bei mir klingeln müssen. Playboy Weihnachtskalender, eine Innenstadt, die aus allen Nähten platzt, Rentierherden soweit das Auge reicht, Glühwein, Currywurst mit Zimt, und so weiter und so weiter – es war einfach zu offensichtlich. Aber Studium und Arbeit hatten mich die vergangenen Wochen so eingespannt, dass ich den Wink mit dem weihnachtlich geschmückten Zaunpfahl einfach übersehen hatte.

Heute morgen kam dann das große Erwachen. Und das nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes. Um 13 Uhr, kurz nach dem Frühstück, stand plötzlich mein Vater mit der großen Weihnachtsbaumschmuckkiste vor mir und grinste mich erwartungsvoll an. „Ne“, dachte ich mir, „ich schmücke doch keinen Weihnachtsbaum. Ich bin doch keine zehn mehr.“ Zwei Minuten später stand ich auf einem Stuhl vor dem drei Meter hohen „Bäumchen“ und überlegte, wo ich denn den kleinen Holz-Schneeman am besten an die Äste hängen könnte, dass er ja nicht runter fällt. Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, segelten vor dem Fenster die ersten kleinen Schneeflocken vorbei. Erst waren es nur ein paar wenige, dann wurden es immer mehr. Und als draußen das tollste Schneetreibe herrschte, folgte die Krönung: Im Radio lief „I’m dreaming of a white christmas“.

Damit hatte mich der Weihnachts-Kitsch endgültig in seinen Klauen! Die Tränen schossen mir in die Augen. Ich fiel meiner verduzten Familie in die Arme und versicherte ihnen mehrmals mit verheulter Stimme, wie lieb ich sie doch habe. Dann habe ich mir eine Single von Whams „Last Christmas“ gebrannt und sie zwei Stunden lang im Dauer-Repeat-Modus laufen lassen und kräftig mitgejault.

Lange Rede, kurzer Sinn: Dieser Anfall von weihnachtlicher Sentimentalität trägt rückblickend auch die Schuld daran, dass ich nach 148 Tagen trostloser Leere auf „unterbelichtet“, wieder mal was schreibe. Der/die/das Blog sah so traurig aus. Das nur knapp zur Erklärung:) Nicht, dass sich jemand wundert, aber ich mache das jetzt wieder öfters…

Endlich Ferien!

Juli 17, 2009

Ich schäme mich von Natur aus eher selten. Doch wenn ich meinen Freunden und Bekannten derzeit erzählen muss, wie lange meine Semesterferien dauern, dann komme ich schon an den Punkt an dem meine Wangen erröten, meine Blicke an die Decke ausweichen und ich anfange zu Nuscheln. Bis sage und schreibe Anfang Oktober habe ich nun komplett frei. Das sind elf einhalb Wochen, 81 Tage oder auch 1944 Stunden bis ich wieder etwas tun muss. Fast fühle ich mich an die Zeit vor meinem Studium erinnert, als ich noch „hauptberuflich“ Sport gemacht habe und meinen Tag ähnlich frei gestalten konnte. Bis in die Puppen schlafen, Fernseher schauen und dann gegen 18 Uhr aufstehen und anziehen. Aber was früher durchaus seinen Reiz hatte, ist heute beim besten Willen keine ernsthafte Option mehr. Der klitzekleine Anspruch, was erleben zu wollen, ist nun schon da und das schlechte Gewissen nach einem komplett vergeudeten Tag kann äußerst quälend sein.
Aber was fange ich dann mit der vielen Freizeit an?

1.Schreiben: Leider brauche ich viel zu lange, um meine Gedanken auf Papier zu bannen. Zeit, die ich während des Semesters nur ganz selten aufbringe. Doch jetzt, wo keine Klausuren mehr anstehen, kann ich mich ganz entspannt an meinen Laptop setzten und meine Ideen niederschreiben.
2.Arbeiten: An den Punkt muss ich ein ganz großes Fragezeichen stellen. Ich hätte absolut kein Problem damit, die Zeit bis Oktober nur mit schönen Dingen rum zu kriegen, aber auf der anderen Seite kann man Geld immer gebrauchen und gelegentlich für eine Zeitung zu schreiben, wäre eine gute Übung. Außerdem macht Arbeit ja schon irgendwie glücklich. Hier wird also die Vernunft siegen.
3.Notwendiges: Um ein paar unangenehme Dinge werde ich auch in meinen Ferien nicht herumkommen. Studienzeugs sortieren, aufräumen, usw. Blöd, aber auch schnell erledigt.
4.Sport: Mache ich eh schon viel und derzeit auch recht erfolgreich. Hier könnt ihr euch auf dem Laufenden halten, was meine Beachvolleyballkarriere angeht. Leider fährt mein Teamkollege jetzt für zwei Wochenenden in den Urlaub und unser nächstes gemeinsames Turnier ist erst Mitte August in Bonn. Übrigens eine sehr schöne Stadt und auch gar nicht so weit weg von Frankfurt. [Wink mit dem Zaunpfahl]
5.Lesen: Wer gut schreiben will, kommt einfach nicht darum herum, viel zu lesen. Zumindest hört man das ständig. Und da ich darüber nachdenke, eine Art Fantasy-Geschichte zu schreiben, hole ich mir die Anregung in folgenden Büchern: Bartimäus, Die Zwerge
6.Kino: Wenn abends die Sonne untergegangen ist, kann man auch mit gutem Gewissen ins Kino gehen. Im Gegensatz zu meinem Schlafzimmer ist es dort wenigstens angenehm kühl und es gibt Popcorn und Cola. In den vergangenen Wochen habe ich jede Menge Filme gesehen, vielleicht folgt in den nächsten Tagen eine Sammelrezension.
7.Mehr davon: Grillen, Feiern, Freunde treffen, am See liegen, am frühen Abend mit einem Caipi oder einem Weizen in der Sonne sitzen…

Ich denke damit bringe ich 81 Tage schon irgendwie rum. Und wenn ich so drüber nachdenke, warum sollte ich mich denn schämen, dass ich bis OKTOBER frei habe? MUHAHAHA

Augenblick

Juni 15, 2009

Ich hatte vor geraumer Zeit mal erwähnt, dass ich nebenbei auch noch ein echtes Leben führe. Und dieses böse, böse echte Leben ist wieder einmal Schuld, dass ich das Blogschreiben derzeit so sehr vernachlässige. Auch wenn es mir sehr leid um unterbelichtet und ueberbelichtet tut, muss ich leider zugeben, dass das Studium, die Freundin und der Sport gerade einfach zu viel Zeit in Anspruch nehmen und ich leider nicht die Ruhe habe, mich mal wieder an eine Geschichte beziehungsweise einen Beitrag zu setzen. Auch wenn es mir so richtig in den Fingern kribbelt…

Damit ihr aber seht, dass ich weiß Gott nicht auf der faulen Haut liege, schaut euch doch einfach mal Folgendes an. Augenblick heißt das ganze und ist ein Weblogprojekt der FH, das meine Komilitonen und ich derzeit betreuen und leiten. Unter dem Dach der christlichen Internetseite chrismon.de schreiben wir über Religion und Spiritualität, beschäftigen uns mit Spaghettimonstern, meditieren und haben dabei sogar schon einen gebrochenen Fuß gehabt.

Und weil Religion ja ganz genau mein Thema ist…NICHT, habe ich mich die ersten sechs Wochen des Projektes sehr zurückgehalten und ersteinmal das bunte Treiben der Anderen beobachtet. Aber da ich ja den Schein für den Kurs brauche, musste ich schließlich dem drängenden Bitten meines Professors nachgeben und auch einen Text schreiben. Rausgekommen ist ein Streitgespräch über den Glauben mit meinem Mitstudenten Daniel. Er glaubt fest und eifrig an Gott, ich habe die andere Position eingenommen und argumentiere fleißig dagegen. Nach knapp einer Stunde skypen hatten wir ein ellenlanges Gesprächsprotokoll in drei Teilen zusammen, den ersten Part seht ihr hier. Leider habe ich damit eine Lawine losgetreten und bin nur noch am Kommentieren, weil ich mit meiner atheistischen/agnostischen Haltung auf einer christlichen Seite nicht unbedingt auf große Zustimmung stoße. Aber die Diskussion ist sehr interessant und es lohnt sich, sie mal zu verfolgen.

In spätestens einem Monat gehen die Semesterferien los. Dann habe ich wieder viel Zeit für meine eigenen Blogs. Was jetzt aber nicht heißt, dass ich bis dahin nichts mehr von mir hören lasse…

Die Ferien sind vorbei

März 23, 2009

Das soll jetzt keine Ausrede werden, aber im Folgenden habe ich eine Liste der Dinge aufgestellt, die mich in den letzten drei Wochen vom Bloggen abgehalten haben:

Freundin

Freundin, die: Freundinnen brauchen viel Aufmerksamkeit und Pflege. Meist sind sie schlecht gelaunt und mürrisch, aber irgendwie mag ich sie auch;)

(Den schwarzen Balken überschminkt sie in Wirklichkeit immer. Der fällt kaum auf.)

Für drei Tage habe ich mit eben jener Freudin (siehe oben) deren entfernte Verwandten in der Tschechei besucht. Die wohnen in einem klitzekleinen Bergorf im Erzgebirge. Es gibt keinen Lebensmittelladen, nur wenige hundert Einwohner und jede Menge verfallene Häuser. Sehr urig und irgendwie atmosphärisch. Bisweilen hat mich die Umgebung stark an ein Dorf aus einem Dracula-Film erinnert. Aber die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und herzlich, womit ich sagen will, dass ich viel zu viel gegessen und getrunken habe. Ich bin postiv überrascht. Besonders Karlsbad hat es mir angetan. Unbedingt mal besuchen, wenn ihr in der Nähe seid.

Manchmal, wenn auch sehr selten, erwacht trotz meiner 26 Jahre wieder das Kind in mir. Dann habe ich nur noch Augen für mein neues Spielzeug. Wie auch immer: Nokia 5800 und ich sind seit zwei Wochen sehr glücklich zusammen.

Meister: Im Schlussspurt der laufenden Volleyball-Saison musste ich mich nochmal intensiv ins Training hängen und die Einheiten im Kraftraum verdoppeln. Die Schufterei hat sich gelohnt, mein Team und ich spielen nächstes Jahr in der Regionalliga und die erste Aufstiegsfeier war ein voller Erfolg. Sport kann so unglaublich toll sein.

arbeit

Quelle: privat

Viel Arbeit! Auch wenn ich in den letzten sechs Wochen nicht täglich nach Dieburg zur Fachhochschule „reisen“ musste, zu tun hatte ich trotzdem genug.

Ab morgen, bzw. ab nächster Woche geht mein Studium wieder los. Dann werde ich mich wieder voll auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren und auch wieder regelmäßig bloggen. Bis dahin…

RE.: Skandal um den guten Mo

März 5, 2009

Hier noch ein amüsanter Nachtrag zum Fall El Naschie, der vorhin einfach nicht mehr in den Text gepasst hat:

Thilo Kuessner, Mathematik-Postdoktorant an der Universität Münster, erklärt auf scienceblogs.de in leicht vereinfachter Form, mit was sich der Ägypter so auseinandergesetzt hat. Erst hört es sich echt kompliziert an:

Die Arbeit wirkt wie Numerologie, und besteht aus Beobachtungen der Art, daß 686 (die Anzahl der 2- und 3- Steinräume, was immer das sein soll, erklärt wird der Begriff nicht) gerade 686=5×137+1 ist, wobei 137 spektakulärerweise gerade der ganzzahlige Anteil des Inversen der Feinstrukturkonstante ist.

Und jetzt nochmal auf Deutsch:

Für Nicht-Mathematiker: die Beobachtung ist ungefähr so sinnvoll, als wenn man feststellt, daß Einsteins Geburtsjahr 1879=6×314-5 ist, wobei 314 spektakulärerweise gerade der ganzzahlige Anteil von 100π und 5 die Fingerzahl einer Hand ist.

So klingt’s doch schon um Einiges verständlicher…

Jo und die digitale Vernetzung

Februar 23, 2009

Mein Dozent Johannes Kleske hat immer wieder gepredigt, wie wichtig es für uns Online-Journalisten doch ist, überall im Netz vertreten zu sein. Er meinte Xing, flickr, facebook und Co. seien unverzichtbare Werkzeuge, um unser digitales Profil zu schärfen. Und wen Google nicht findet, der existiere heutzutage schon fast gar nicht mehr. Man muss dazu sagen, dass Johannes „Social Software“ an der h_da unterrichtet und als Konzeptor für die Digitalmarketing-Agentur Neue Digitale / Razorfish in Frankfurt arbeitet. Bei dem Hintergrund ist es ja klar, warum er in den höchsten Tönen vom Web spricht.

Aber konnte ich mir als Studienanfänger noch nicht wirklich vorstellen, dass die digitale Vernetzung dermaßen wichtig ist, so kann ich mich jetzt immer mehr dafür begeistern. Mich reizen die Möglichkeiten, die sich aus dem vernetzten Gedankenaustausch und dem schnellen Zugriff auf eine Masse an Informationen und Meinungen ergeben. Natürlich habe ich noch Vorbehalte und fürchte um meine persönlichen Daten, aber das Potential, das in der digitalen Zukunft liegt, scheint mir verdammt groß zu sein.  Wie ich das allerdings für mich nutzen will, muss ich noch herausfinden. Die Vorzüge und vor allem den Sinn von twitter sehe ich jedoch (noch) nicht. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Einen kleinen Einblick und ein paar interessante Ideen liefert das Video, das ich gestern schon verlinkt habe.

Lachen musste ich, als ich das Video vom Barcamp in Köln angeschaut habe und bei Minute 4:44 eben jener Johannes Kleske im Hintergrund zu sehen ist. Er scheint wirklich überall vertreten zu sein. Das Konzept eines Barcamps ist übrigens sehr interessant. Also ruhig mal den ganzen Film anschauen.

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Februar 23, 2009

In neun Monaten kann eine ganze Menge passieren. Bei mir ist im letzten dreiviertel Jahr die Begeisterung für’s Schreiben und für den Journalismus heran gewachsen. Gut, meine Erfahrungen in der Branche sind bisher noch eher dürftig und manch einer wird nur müde lächeln ob meines viermonatigen Praktikums in einer Lokalredaktion und des einen Semesters Online-Journalismus. Aber hey, ich liebe meinen zukünftigen Job jetzt schon. Warum? Weil ich nicht die geringste Ahnung habe, was ich mit meinem Diplom anstellen werde.

Ist das nicht toll? Die meisten Berufsbilder bewegen sich in eng umrissenen Grenzen, ohne viel Platz für freie Entfaltung oder Kreativität. Wer Maurer lernt, wird damit aller Voraussicht nach Steine aufeinander stapeln, der Schuster bleibt eh bei seinen Leisten und Schauspieler werden Gouverneur.

Aber dem Online-Journalisten steht die ganze Welt offen. Er kann alles machen. Die Zeiten, in denen es die einzige Aufgabe des Reporters war, mit Stift und Papier bewaffnet auf Gemeinderatssitzungen zu gehen und danach dem brav rezipierenden Leser Bericht zu erstattet, gehören der Vergangenheit an. Der Reporter von heute unterhält, informiert und kritisiert in Bild, Ton und Text. Verbreitet über die mannigfaltigen Kanäle des World Wide Webs. Mit diesen Werkzeugen in der Hand sind den Möglichkeiten und der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Man kann also nur erahnen, wie sich die neuen Medien entwickeln werden und welche Rolle, der Online-Journalist darin spielen wird. Einige interessante Ansätze und Ideen gibt der New Yorker Journalistik-Professor Jeff Jarvis in diesem  Video zum Besten.

Wer meinen Optimismus jetzt immer noch nicht teilen will, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Vor mir liegt das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem Honig fließt und die Zuckerstangen auf den Bäumen wachsen. Ich kann alles werden. Vom Bestseller-Autor bis zum Taxifahrer…

Die Nische auf dem rechten Flügel

Februar 21, 2009

Auf Anraten eines guten Freundes hatte ich mich just daran gesetzt, den „About-Text“ für unterbelichtet zu schreiben. Er meinte, es sei wichtig, dem Leser zu verraten, wer für den Blog verantwortlich ist. Das ist einfach, das kriege ich hin. Die Sache mit dem Namen war schnell gelöst. Aljoscha Grabowski. Den Wohnort, Hanau, wusste ich auch, dann kam ich aber ins Stocken. Ich wollte was über mein Studium erzählen. Dass ich Online-Journalismus an der Hochschule Darmstadt studiere und das erste Semester grad abgeschlossen habe. Aber irgendwas störte mich daran.

Ich verfasse hier mit dem größten Vergnügen Blogeinträge, liebe es, mir die wildesten Geschichten auszudenken und kreativ zu sein. Ich will Texte malen und sie nicht konstruieren. Ich will Gefühle rüber bringen, die Vorstellungskraft anregen, aber auch mal Kritik üben und meine Meinung äußern. Mal ironisch, mal witzig,mal traurig; ich will die Leute schließlich auch im Herzen treffen.

Aber Moment, das hat doch nichts mit Journalismus zu tun, oder? Ist Journalismus nicht grade so stolz darauf, objektiv zu sein? Betet Journalismus nicht meist stock-nüchtern Fakten runter, frei von Meinung und Subjektivität? Der Leser soll sich das Bild selbst machen.
Anscheinend bin ich im falschen Studiengang. Aber wenn ich kein richtiger Journalist bin, was bin ich dann?

Diese Tabelle hat mich gerettet.

Cool, ich bin wohl doch ein (literarischer) Journalist. Zwar einer von ganz rechts außen, aber immerhin kann ich weiter studieren. Die Definition von Journalismus ist also so weit gefasst, dass auch noch Platz für mich ist. Orientierung geben, in einer Welt, die immer komplexer zu werden scheint, informieren, unterhalten, kritisieren. Die Nische ist groß genug für mich, die nehme ich. Ich muss mir einfach nur meinen eigenen Weg suchen. Auch wenn er wohl am Mainstream vorbei führt.