Demontage

April 15, 2009

Es ist an der Zeit, mal Demontage in eigener Sache zu betreiben. Wenn mich mein Gedächnis nicht vollkommen trügt, habe ich an dieser Stelle schonmal über das Dilemma geschrieben, in dem ich mit meinem Blog sitze. Die Quintessenz war bzw ist damals wie heute: Das Konzept von unterbelichtet deckt sich nicht hundertprozentig mit meinen Vorstellungen. Mein Studium zum Diplom Online-Journalisten hat mich damals zu der Idee geprügelt, mein Heil in einem Blog zu suchen. Für angehende Redakteure sei das eine hervorragende Möglichkeit, um a) Schreiben zu üben, b) Themen aufzubereiten und c) dieses „Produkt“ einer gewissen Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dieser Rat unserer Dozenten trieb unterschiedliche Blüten. Einige Komilitonen produzierten schon sehr professionelle und unterhaltsame Blogs, andere erzählten von Staubsaugen, Friseurbesuchen und dem Frühjahrsputz. Irgendwo dazwischen war unterbelichtet mein kläglicher Versuch, den Anforderungen meines Studiums und meines (zukünftigen) Berufsstandes gerecht zu werden.

Von Anfang an stand ich im Wald. Was macht einen guten Blog aus? Ist es ein eigenes Produkt, wenn man Fundstücke aus dem Netz verlinkt und nur grob angeschnitten und lieblos in die Veröffentlichung klatscht? Will das einer lesen, außer Mama und Oma? Was ist da von mir? Lese ich das rückblickend und kann sagen „Hey, da stehe ich dahinter“?

Fast alle dieser Fragen habe ich anders beantwortet, als ich mir das gewünscht hatte. Nämlich mit „Keine Ahnung“, „Nein“, „Nein“, „Nix“ und „Nein“. Also galt es, das unterbelichtet Konzept neu zu überdenken und vor allem die Fragen „Was will ich und was würde sich richtig anfühlen?“ zu behandeln.

Ich spinne gerne rum, liebe es, kreativ und auch mal kindisch zu sein, ich beschäftige mich mit meiner Umwelt und reflektiere allerhand haupt- und nebensächliches und ich hassse Langeweile und fehlende Herausforderung. Ein Profil für das jetzt nur noch die richtige Beschäftigung gefunden werden muss. Am besten in der groben Richtung Journalist. Das Studium, da bin ich mir nämlich sicher, macht mir großen Spaß.

In einem der letzten Beiträge habe ich euch vom Blog „tod eines zu mittag speisenden“ berichtet. Kreative Kurzgeschichten ohne Plan, aber fantasievoll und lustig. Durch die bösen Verlinkungen habe ich in den letzten Tagen unzählige Blogs gelesen, die genau auf das gleiche Thema abzielen. Von einigen war ich sehr begeistert und inspiriert, andere waren nicht so mein Fall. Worauf ich hinaus will: Das ist genau mein Ding. Also habe ich noch ueberbelichtet eröffnet und dort werde ich mich jetzt ab sofort austoben. Auch wenn’s nicht jedermanns Fall sein wird. Ich bin ja kein Menschenfreund. Unterbelichtet werde ich natürlich nicht eingehen lassen. Irgendwie hänge ich noch dran. Außerdem will ich irgendwann ja mal die unglaubliche Zahl von 20 Visits an einem Tag toppen;)

Advertisements

Eine Antwort to “Demontage”

  1. JUICEDaniel Says:

    Interessante Sache… aber zwei Blogs gleichzeitig? Ich bin gespannt.

    Ansonsten hätte ich dir zu DIESEM Blog gesagt: Eine Hirnhälfte aus, die andere an. Einfach drauf losschreiben, weniger nachdenken. Themen gibt es wie Sand am Meer, die muss man in der Regel gar nicht mal suchen.

    Aber jetzt hast du ja selbst fürs Web die andere Hirnhälfte entdeckt, wie mir scheint (die kreativere!) – im positiven Sinne!

    Viel Erfolg! 🙂


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: