Der kreative Schmerzforscher

April 4, 2009

Naturwissenschaften waren mir in der Schule immer zu trocken. Viel lieber malte ich bunte Bilder oder schrieb fantasievolle Geschichten. Hätte ich geahnt, dass der Kreativität auch in der Forschung keine Grenzen gesetzt sind, hätte ich mich wahrscheinlich mehr für Physik und Biologie interessiert. Nach Mohammed El Naschie hat jetzt der Fall von Scott Reuben Aufsehen erregt. Der äußerst renommierte US-Schmerzforscher hat in den letzten 13 Jahren mindestens 21 seiner Studien ganz einfach frei erfunden. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass sich Ärzte weltweit nach den Ergebnissen des in Ungnade gefallenen Professors gerichtet haben.

Über das Motiv wird zwar noch spekuliert, aber so schwer scheint das Rätsel nicht zu sein. Anscheinend hat Reubens enge Kontakte zu den Pharmariesen Pfizer und Merck gehabt. Besonders deren Schmerzmittel Celebrex und Vioxx kamen bei den ausgedachten Studien häufig besonders gut weg. Erwähnenswert ist, dass beide Medikamente in Verdacht stehen, Herzinfarkte hervorzurufen. Vioxx wurde nach einigen „überraschenden“ Todesfällen bereits verboten und Celebrex darf nur noch sehr eingeschränkt verschrieben werden. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Menschen, die es eigentlich nicht nötig hätten, ihre Überzeugung für Geld aufgeben. Wenn einer weiß warum, bitte mir bescheid sagen.

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