I’m lovin‘ it

Februar 26, 2009

Kino ist eine tolle Erfindung und eine der besten Freizeitbeschäftigungen ever. Allein der Geruch von Popcorn lässt bei mir die Glückshormone sprudeln. Und weil ich sehr viel meiner Zeit in den Lichtspielhäusern der Umgebung verbringe, bin ich fast dazu gezwungen, in meinem Blog den ein oder anderen Film zu erwähnen.

Die letzten drei Filme, die ich also gesehen habe:

Frost/Nixon

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Die Begriffe Richard Nixon und Watergate sollten sogar uns Deutschen was sagen. Doch mit den vier TV-Duellen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten und dem britischen TV-Moderatoren David Frost, die 1977 Fernsehgeschichte schrieben, werden wir schon nichts mehr anfangen können. Nixon wollte damals die Interviewreihe nutzen, um sein lädiertes Image in der Öffentlichkeit reinzuwaschen. Es kam dann doch ein bisschen anders.
In Deutschland läuft der Film leider nur in ganz wenigen Kinos. (Ich selbst war in Frankfurt im Cinema Pétit. Das kleinste Kino, das ich kenne.) Sehr schade, weil Frost/Nixon ein sehr spannender Politthriller ist, der anfangs zwar seine Längen hat, mit Beginn der Interviews aber an Spannung kaum noch zu überbieten ist. Das Bild vom Boxkampf ist zwar schon ganz schön abgenudelt, aber es passt in diesem Fall einfach zu gut, um den Schlagabtausch zwischen den beiden Kontrahenten treffend zu beschreiben. Den Lucky-Punch setzt am Ende aber der Talkmaster.
Schaut euch den Film unbedingt an, wenn er auf DVD erscheint und ihr vor ein bisschen Anspruch nicht zurückschreckt. Es lohnt sich.

The International

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Ich bin ohne Erwartungen in „The International“ (an der Kinokasse gab es keine Auswahl mehr) und war deshalb auch positiv überrrascht. Clive Owen spielt einen Interpolagenten, der illegale Machenschaften einer großen Bank aufdecken will. Tom Tykwer (Lola rennt) hat Regie geführt und einen soliden Film mit realem Bezug auf die Beine gestellt, der manchmal sehr spannend ist, aber selten durch Originalität überzeugt. Lediglich die Optik ist wirklich außergewöhnlich und zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten 118 Minuten.
Clive Owen ist einfach ne coole Sau und alleine schon Grund genug, sich „The International“ spätestens auf DVD anzuschauen.

96 Hours

Quelle: Filmstarts.de

Quelle: Filmstarts.de

Den wollte ich eigentlich gar nicht sehen. Ich konnte mir Liam Neeson einfach nicht als coolen Actionstar vorstellen. Aber der Nordire hat mich eines Besseren belehrt. „96 Hours“ hat mich restlos überzeugt und ist einer der besten Filme, die ich seit längerem gesehen habe.
Liam Neeson macht sich als Bryan Mills auf die Suche nach seiner Tochter, die während einer Europareise in Paris von einem albanischen Mädchenhändlerring gekidnappt wird. Das hätten die Osteuropäer besser nicht getan, denn der besorgte Papa ist ein ehemaliger CIA-Agent, der nicht zum Spaßen aufgelegt ist, wenn es um seinen kleinen Engel geht. Also setzt Mills all seine Erfahrung ein, die er sich in vielen Jahren als „Verhinderer“ (was auch immer das ist) bei der CIA angeeignet hat und geht dabei alles andere als zimperlich zu Werke. Alleine in der letzten halben Stunde rattert der Bodycount ordentlich in die Höhe.
„96 Hours“ ist kein Quentin Tarantino Film. Lockere Sprüche, witzige Figuren und sonstige Arten von Humor sind in Luc Bessons knallhartem Rachethriller Fehlanzeige. Aber irgendwie macht hier grade das den Reiz aus, weil es in der letzten Zeit schon zu viele Tarantino-Möchtegern-Klone gab. Unbedingt anschauen, sofern ihr etwas abgehärtet seid und das 18. Lebensjahr natürlich vollendet habt;)

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2 Antworten to “I’m lovin‘ it”

  1. JUICEDaniel Says:

    Ist 96 Hours nicht ab 16? Auf jeden Fall ein echt guter Film, kann ich nur bestätigen. Schade nur, dass sie nicht mehr aus dem Filmtitel gemacht haben.

    The International hat mich ziemlich enttäuscht – sollte man besser nicht einen Tag nach 96 Hours anschauen und genauso viel Action erwarten (=Fehler/falsch).

    Frost/Nixon: Danke für den Tipp, werde ich mir dann auf DVD zulegen 🙂

  2. unterbelichtet Says:

    Ich fand „96 Hours“ schon ganz schön happig. In meiner Jugend wäre der erst ab 18 freigegeben gewesen;)
    Zu deinem Kritikpunkt, warum die nicht mehr aus dem Filmtitel gemacht haben: Ich glaube, dass der ganze Storyaufbau da kein Countdown à la „24“ zugelassen hätte. Es hieß ja nur, dass die Mädchen spätestens vier Tage nach der Entführung schon nicht mehr zu finden sind. Der Zeitraum war wohl zu wage, um da immer genau auf die Uhr zu schauen.


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